Nach Brandanschlag in Tabgha
Nach Brandanschlag in Tabgha

10.09.2015

Keine Entschädigung für Kloster am See Genezareth Wegen religiöser Motivation

Entgegen einer früheren Zusage wird das deutsche Kloster Tabgha am See Genezareth offenbar nicht vom israelischen Staat entschädigt. Ein entsprechender Antrag der Benediktiner wurde laut einem Bericht der Zeitung "Times of Israel" abgelehnt.

Zur Begründung hieß es, der Brandanschlag Mitte Juni sei religiös motiviert und entspreche damit nicht den Entschädigungsbedingungen der für Terror- und Kriegsschäden zuständigen Abteilung des Finanzministeriums. Klostersprecher Nikodemus Schnabel bestätigte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) die abschlägige Antwort des Ministeriums.

Die Kosten für den Wiederaufbau des teilweise zerstörten Klosters sowie die entgangenen Einnahmen beziffert der Orden auf insgesamt rund 1,6 Millionen Euro. Ein Trakt des erst 2012 eingeweihten Gebäudes brannte bei dem Feuer aus.

Gesetzlich vorgesehen ist laut dem Zeitungsbericht die Übernahme von Schäden von Terrorakten, die im Zusammenhang mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt stehen. Die Anklage gegen drei Anfang August festgenommene Verdächtige laute auf religiöse Gewalt. Die Verhafteten hatten demnach ausgesagt, die Tat habe sich gegen Christen als Götzendiener gerichtet. Damit handele es sich nicht um einen Terrorakt im Sinne des Gesetzes. Sowohl Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als auch Verteidigungsminister Mosche Ya'alon hatten den Brandanschlag als Terrorakt bezeichnet.

Der Anschlag war auch Thema eines Gesprächs zwischen Israels Staatspräsident Reuven Rivlin mit Papst Franziskus Anfang September im Vatikan. Rivlin verurteilte die Tat zuvor bei einem Besuch in Tabgha als Akt der Blasphemie.

(KNA)

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