Burundi: Proteste gegen die Regierung
Proteste gegen die Regierung in Burundi

01.06.2015

Erzbischof in Burundi entgeht Anschlag Burundi vor Bürgerkrieg?

In der burundischen Hauptstadt Bujumbura ist offenbar ein Attentat auf den katholischen Erzbischof Evariste Ngoyagoye vereitelt worden. Kurz vor dem geplanten Anschlag habe sich einer der rund 40 Verschwörer an einen Medienvertreter gewandt.

Laut dem vatikanischen Pressedienst Fides und burundischen Medien sollte der Erzbischof während einer Prozession am Sonntag mit einer Granate getötet werden. Die katholischen Bischöfe Burundis lehnen eine dritte Kandidatur von Staatspräsident Pierre Nkurunziza ab. Der Amtsinhaber will sich am 26. Juni erneut zur Wahl stellen, obwohl  die Verfassung höchstens zwei Amtszeiten vorsieht. Deswegen gibt es seit Wochen blutige Proteste in dem ostafrikanischen Land.

Afrikanische Regierungen rufen nach Wahlverlegung

Afrikanische Regierungen haben Burundi aufgefordert, die für Ende Juni geplanten Wahlen zu verschieben. Die Abstimmung müsse um mindestens anderthalb Monate nach hinten verlegt werden, hieß es in einer Erklärung der Ostafrikanischen Staatengemeinschaft (EAC) vom Sonntagabend. Die Staat- und Regierungschefs trafen sich in der tansanischen Metropole Daressalam zu einem Krisengipfel zur Lage in Burundi.

Bei den Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Regierung und Opposition und Sicherheitskräften wurden bislang mehr als 20 Menschen getötet und Hunderte verletzt. Das ostafrikanische Staatenbündnis rief alle Konfliktparteien auf, die Gewalt einzustellen. Zudem müssten die Jugendorganisationen der politischen Parteien entwaffnet werden.

Sorge vor Bürgerkrieg

Zahlreiche Regierungen, internationale Organisationen und Menschenrechtler haben zu einer Verschiebung der Wahl aufgerufen. Belgien und die Schweiz haben ihre finanzielle Hilfe für die Umsetzung der Abstimmung zurückgezogen, die EU ihre Beobachtermission ausgesetzt.

International wächst die Sorge vor einem weiteren Bürgerkrieg in Burundi, sollte die Regierung am Wahltermin festhalten. Laut Menschenrechtlern geht die Polizei mit übermäßiger Gewalt gegen Demonstranten vor, Journalisten und Aktivisten werden bedroht. Nach UN-Angaben sind etwa 100.000 Menschen in die Nachbarländer geflohen. Diesen Menschen müsse eine Rückkehr ermöglicht werden, forderte die EAC.

Das Oberste Gericht hat Nkurunziza erlaubt, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren, weil er für die erste Legislaturperiode vom Parlament ernannt wurde. Mit der Ernennung des ehemaligen Rebellenführers Nkurunziza 2005 endete ein zwölfjähriger Bürgerkrieg, bei dem geschätzte 300.000 Menschen getötet wurden.

(KNA, epd)

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