Das griechische Parlament in Athen
Das griechische Parlament in Athen

24.02.2015

Pfarrer über die Stimmungslage der Griechen Vom "Hosianna" zum "Kreuzige ihn"?

Am Dienstag beschließen die Finanzminister der Eurostaaten, ob das Hilfsprogramm für Griechenland verlängert wird. Der Pfarrer der deutschen evangelischen Gemeinde in Athen, befürchtet, die Euphorie über die Regierung könne jederzeit kippen.

Kernpunkt der griechischen Reformpläne ist das Vorgehen gegen Korruption und Steuerhinterziehung. Der Pfarrer der deutschen evangelischen Gemeinde in Athen, René Lammer, ist unsicher, ob diese Maßnahmen ausreichen werden, doch sagt er auch: "Fraglos ist, dass es einen großen Teil der Gesellschaft gibt, an dem die Krise vorbeigegangen ist und die man sogar als Krisengewinner bezeichnen könnte. Die haben ihre Schäfchen ins Trockene gebracht."

Aus Sicht der Kommission ist die von der griechischen Regierung vorgelegte Liste "umfassend genug", um als Ausgangspunkt für eine Verlängerung der Finanzhilfen zu dienen, hieß es aus Brüssel. Bei grünem Licht der Finanzminister müssen in einigen Ländern noch die Parlamente neuen Finanzhilfen zustimmen, auch in Deutschland. Über weitere Kredite hatte es zuletzt wochenlang Streit gegeben, weil Ministerpräsident Alexis Tsipras und sein Linksbündnis Syriza Reform- und Sparauflagen der Geldgeber nicht akzeptieren wollten.

Rückhalt in der ganzen Gesellschaft

Der Rückhalt der Regierung in der griechischen Bevölkerung ist dabei ungebrochen: "Das ist momentan noch keine Frage, laut Umfragen finden 80 Prozent der Griechen die Politik gut, selbst tief in das konservative Lager hinein hat die Regierung Rückhalt", so René Lammer. Die Menschen fühlen, dass jemand ihre Interessen vertritt, sagt er.

Sorge bereitet Lammer und seiner Gemeinde die unsichere Zukunft. Denn die Euphorie über die Regierung kann jederzeit kippen: "Das Volk kann sehr schnell vom ‚Hosianna‘ zum ‚Kreuzige ihn‘ kommen", sagt er, denn niemand wisse, was nach einer linken Regierung käme – vielleicht würden radikale Kräfte die Möglichkeit nutzen, um an die Macht zu kommen, sagt Lammer.

(KNA, dpa, DR)

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