Boko Haram verfügt über schwere Waffen
Boko Haram verfügt über schwere Waffen

01.02.2015

Boko Haram-Offensive in Nigeria Angriff auf Metropole abgewehrt

Zum zweiten Mal greift die Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria eine Millionen-Metropole an. Erst nach Stunden kann die Armee die Islamisten zurückdrängen.

Zwei Wochen vor den Wahlen in Nigeria hat die islamistische Terrororganisation Boko Haram erneut die Millionenstadt Maiduguri im Nordosten des Landes angegriffen. Erst nach Stunden schwerer Kämpfe sei es der Armee gelungen, die Extremisten zurückzuschlagen, berichtete die Zeitung "Premium Times" am Abend. Zuvor sei in der Stadt immer wieder schweres Artillerie-Feuer zu hören gewesen, berichteten Augenzeugen. Die Streitkräfte waren auch mit Kampfflugzeugen im Einsatz.

Bei den Gefechten sollen mehrere Hundert Boko-Haram-Mitglieder getötet worden sein. Auch zahlreiche Zivilisten seien durch Kugeln und Luftangriffe ums Leben gekommen, hieß es

Gesellschaft für bedrohte Völker fordert besseren Schutz

Nach dem erneuten Angriff der Terrorgruppe Boko Haram auf die nigerianische Millionenstadt Maiduguri fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen besseren Schutz von Zivilisten und Flüchtlingen. Eine mögliche Eroberung der Stadt durch die islamistischen Kämpfer könnte "in einer Katastrophe für die Zivilbevölkerung enden", sagte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Sonntag in Göttingen.

Bei einer Einnahme Maiduguris durch Boko Haram sei die Versorgung der dort lebenden 1,5 Millionen Binnenflüchtlinge massiv gefährdet. Sie hatten den Angaben zufolge in den letzten Monaten in der Metropole Zuflucht gesucht, nachdem Boko Haram ihre Heimatorte überfallen hatte. Die Stadt war am Sonntag zum zweiten Mal innerhalb einer Woche von der Gruppe angegriffen worden.

Bischofskonferenz dringt auf Hilfe

"Der erneute Beschuss und die Kämpfe haben bei vielen Flüchtlingen und Bewohnern der Stadt Panik ausgelöst. Denn Fluchtwege gibt es für die Menschen inzwischen nicht mehr, da weite Regionen in der Umgebung von Boko Haram kontrolliert werden", so Delius. Es sei zu befürchten, dass sie bis zu den Präsidentschaftswahlen in zwei Wochen "mit einer spektakulären Einnahme von Maiduguri den Staat Nigeria und sein politisches System weiter destabilisieren" wolle.

In der vergangenen Woche hatte die katholische Bischofskonferenz Nigerias internationale Hilfe im Kampf gegen die Terrorgruppe Boko Haram gefordert. Die Regierung des Landes bekomme die Gewalt allein nicht in den Griff, sagte der Konferenz-Vorsitzende Erzbischof Ignatius Kaigama in "Radio Vatikan". Zugleich erteilte er einem Dialog mit den islamistischen Terroristen eine Absage. Ein Dialog mit Leuten, die im Namen Gottes töteten und zerstörten, sei unmöglich, so Kaigama.

Einsatz der Afrikanischen Union

Die Afrikanische Union will mit einem groß angelegten Militäreinsatz den Terror der nigerianischen Islamistengruppe Boko Haram beenden. Die 7500 Mann starke Truppe soll sowohl in Nigeria als auch in den Nachbarländern Ordnung und Sicherheit schaffen. Die Entscheidung, die auch von den Vereinten Nationen unterstützt wird, gilt als wichtigstes Ergebnis des Gipfeltreffens der Staatengemeinschaft, das am Samstagabend in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba zu Ende gegangen ist.

Der Friedens- und Sicherheitsrat der Staatengemeinschaft (AUPSC) hatte zuvor den Einsatz der Truppe auf zunächst zwölf Monate befristet. Ein Verlängerung ist möglich. An der Mission werden sich außer Nigeria vermutlich Kamerun, Tschad, Niger und Benin beteiligen.

(KNA, dpa)

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