Start der BDKJ-72-Stunden-Aktion
Start der BDKJ-72-Stunden-Aktion

14.06.2013

Start der BDKJ-72-Stunden-Aktion Die Arbeit hat begonnen

Als "fröhlich bis euphorisch" beschreibt Diözesanpräses Dirk Bingener die Stimmung zum Auftakt der Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend. Allerdings werde man wohl eine Wette gegen die Politik verlieren…

domradio.de: Die 72-Stunden-Aktion ist eröffnet. Wie haben Sie die Eröffnung erlebt?

Bingener: Wir waren alle froh, dass es endlich begonnen hat. Es gab ja in vielen Städten - Düsseldorf, Bonn, Solingen, Remscheid - Auftaktveranstaltungen gegeben. Das Wetter war nicht ganz so gut, deshalb freut es mich heute Morgen umso mehr, dass es schön ist. Die Jugendlichen, die an der Aktion beteiligt sind, haben schulfrei. Entsprechend geht es dann heute in den Projekten richtig los.

domradio.de: Wie ist die Stimmung unter den Helfern?

Bingener: Fröhlich bis euphorisch, zum Teil auch überrascht. Denn viele haben jetzt erst erfahren, was sie eigentlich machen. Da muss man schon erst mal kurz mal überlegen - wenn man jetzt beispielsweise die Aufgabe erhält, ein multikulturelles Kochbuch zu machen und dann ein Essen zu organisieren.

domradio.de: Auch die Projekte brauchen Unterstützung in diesen Tagen, wie funktioniert die?

Bingener: Über die Internetseite der Aktion, da steht dann "Es werden noch 100 Würstchen gebraucht" - für ein Kinderfest für ein Wohnheim. Oder in Wuppertal-Elberfeld werden noch Nudeln gebraucht, Soße haben sie allerdings dort noch. Dann werden immer wieder Baumaterialen benötigt. Solange der Hilfsaufruf aktuell ist, ist er rot gekennzeichnet, wurde er erledigt, steht er auf grün.

domradio.de: Auch Politikerunterstützen die Aktion. Wie genau?

Bingener: Es gibt eine Wette mit der Landtagspräsidentin Carina Gödecke: Wir haben gesagt, dass sie es nicht schafft, 72 Landespolitiker zu einem Besuch der Projekte zu bewegen. Aber wir haben den Eindruck, die Landtagspräsidentin wird die Wette gewinnen, es werden wohl sogar mehr als 72 Politiker sein. Bei der Aktion geht es ja auch darum, zu zeigen, wie wichtig Jugendverbandsarbeit ist und wie wichtig die Rahmenbedingungen dafür sind. Das gilt nicht nur für die Politik, sondern auch für die kirchlichen Würdenträger. Heute Nachmittag besucht der Kölner Generalvikar Heße ein Projekt im Kölner Stadtteil Bickendorf, morgen folgen Weihbischof Schwaderlapp und Bischof Wiesemann. Uns ist es schon wichtig, dass die Arbeit von so vielen Ehrenamtlichen von Politik und Kirche auch wahrgenommen.

Das Gespräch führte Aurelia Rütters.

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