Hauptgottesdienst
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Friedenstaube in Münster
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Erzbischof Heße, Kardinal Woelki und Kurienerzbischof Eterović
Erzbischof Heße, Kardinal Woelki und Kurienerzbischof Eterović
Einzug
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Im Gespräch: Erzbischof Heße und Kardinal Woelki
Im Gespräch: Erzbischof Heße und Kardinal Woelki
Kardinal Marx
Kardinal Marx
30.000 Besucher
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13.05.2018

Kardinal Marx sieht wichtige Impulse vom Katholikentag ausgehen Auf Wiedersehen in Frankfurt

Kardinal Marx findet klare Worte in seiner Abschlusspredigt auf dem Katholikentag in Münster: In der Westfalenmetropole sei es nicht um "Wohlfühlkatholizismus, der um sich selbst kreist" gegangen, sagte Marx vor über 30.000 Gottesdienstbesuchern.

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Der Katholikentag in Münster hat nach Einschätzung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, wichtige Impulse gegeben. Es sei nicht um "Wohlfühlkatholizismus, der um sich selbst kreist", gegangen, sagte Marx am Sonntag beim Abschlussgottesdienst, mit dem das 101. Christentreffen zu Ende ging.

Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen feierten mehr als 30.000 Menschen auf dem Schlossplatz mit. Der Gottesdienst stand unter dem Motto "... hinaus in alle Welt". Mit mehr als 70.000 Teilnehmern insgesamt war es der größte Katholikentag seit fast 30 Jahren.

Ringen um den rechten Weg

Marx verwies in seiner Predigt auf das Motto des Katholikentags, "Suche Frieden", und betonte: "Diesen Auftrag Jesu wollen wir annehmen und aus Münster mitnehmen." Er habe zudem ein starkes ökumenisches Engagement verspürt. Ein Ringen um den rechten Weg sei notwendig - Christen aller Konfessionen müssten stets deutlich machen, dass sie zusammen gehörten. Dies gelte umso mehr "in einer Welt, die zerrissen ist". Das Streben nach Frieden und Versöhnung werde oftmals verlacht, aber: "Es braucht ein Mehr an Hoffnung."

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, warb zum Abschluss des Treffens für mehr Dialog zwischen den Religionen. "Richtig gelebte Religionen sind nicht Ursache von Krieg, sondern Motor des Friedens." Sternberg rief außerdem für ein offenes und faires Miteinander in der deutschen Gesellschaft und weltweit auf.

"Unsere Kirche sucht Frieden, im Großen wie im Kleinen", betonte der ZdK-Präsident. Der Papst wolle eine synodale Kirche. Allerdings kämen Frauen "nicht ausreichend" zur Geltung: "Das kann nicht so bleiben."

Konfessionsverbindenden Ehen als "Keimzellen" der Ökumene

Sternberg blickte auch auf die Ökumene. Deren "Keimzellen" seien die konfessionsverbindenden Ehen. "Im Anliegen, die christlichen Familien auch offiziell in der Eucharistiegemeinschaft zu verbinden, sehen wir uns in Übereinstimmung mit der übergroßen Mehrheit der Priester und Bischöfe in Deutschland."

In den Fürbitten auf Deutsch und in anderen Sprachen wurde unter anderem um Frieden gebeten. Im nächsten Jahr steht in Dortmund der Evangelische Kirchentag an. Der Präsident des Kirchentages, Hans Leyendecker, rief dazu auf, im Juni in die Stadt im Ruhrgebiet zu kommen. Der Limburger Bischof Georg Bätzing lud zum dritten Ökumenischen Kirchentag 2021 in die "weltoffene Stadt" Frankfurt am Main ein.

Gottesdienste, Podiumsdiskussionen, Feste, Konzerte 

In Münster war der 101. Katholikentag am Mittwoch eröffnet worden. Fünf Tage lang standen Gottesdienste, Podiumsdiskussionen, Feste, Konzerte und andere Veranstaltungen auf dem Programm. Zu den prominenten Gästen aus der Politik gehörten der kolumbianische Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel, SPD-Chefin Andrea Nahles und etliche Bundesminister und Ministerpräsidenten.

Eine umstrittene Veranstaltung mit einem AfD-Vertreter verlief nach anfänglichen Tumulten weitgehend friedlich.

(KNA)

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