Bischof Georg Bätzing
Bischof Georg Bätzing

02.04.2021

Bätzing würdigt "Stiftung für mehr Leben" "Heilige des Alltags"

Bischof Bätzing hat am Gründonnerstag die Arbeiten der Stiftungen und Menschen gewürdigt, die in ihrem Leben Gutes tun. Viele würden in Zeiten der Pandemie helfen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz im Limburger Dom.

Der Limburger Bischof Georg Bätzing zieht zu Gründonnerstag einen ungewöhnlichen Vergleich: Dieser Tag sei für Christen eine Art Stiftungsfest. "So oft wir von diesem Brot essen und aus dem Kelch trinken, verkünden wir den Tod des Herrn, bis er kommt. So wurde die Stiftung gegründet", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz im Limburger Dom.

Wer eine Stiftung errichte, trenne sich für immer von seinem Vermögen. So verhalte es sich auch mit der Eucharistie, "der 'Stiftung für mehr Leben', die uns zugutekommt".

Gutes tun im Leben

Auch heute engagierten sich viele Menschen auf diese Art und Weise, so Bätzing. "Man muss nicht einmal Christ sein, um mit der 'Stiftung für mehr Leben' zu sympathisieren." Ein Beispiel für jemanden, der in jüngster Zeit sein Leben aus Überzeugung eingesetzt habe, sei die 19-jährige Ma Kyal Sin. Sie verlor ihr Leben bei dem Militärputsch in Myanmar. Zuvor hatte sie nach Medienbericht erklärt, ihre Organe sollten gespendet werden, wenn ihr etwas zustoße. Personen wie sie seien "Heilige des Alltags", sagte der Bischof in Anlehnung an Aussagen von Papst Franziskus.

Zudem erinnerte Bätzing an den "regelrechten Boom im Stiftungswesen", den Deutschland in den vergangenen Jahren erlebe. "Es wundert nicht, dass 42 Prozent der gemeinnützigen Stiftungen gerade in der Zeit der Pandemie die Ärmel hochkrempeln und anderen in der Krise unter die Arme greifen." In diesem Bereich werde viel Gutes getan - auch etwa für die Ausbildung in ärmeren Ländern, die kirchliche Jugendarbeit oder Inklusionsprojekte. Viele Menschen engagierten sich, weil sie dankbar für Gutes seien, das sie selbst erlebt hätten, sagte der Bischof: Diese Hingabe erfülle ihn mit "dankbarem Staunen".

(KNA)

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