Kreuzwegprozession in Lübeck
Kreuzwegprozession in Lübeck
Kreuzweg durch die Via Dolorosa
Kreuzweg durch die Via Dolorosa
Kreuzweg am Kolosseum
Kreuzweg am Kolosseum

19.04.2019

So unterschiedlich sind Kreuzwege Wandern an der "Grenze"

Viele von ihnen können Gläubige bequem zu Fuß laufen oder mit dem Rad befahren. Doch manchmal führen Kreuzwege schweißtreibend in die Höhe. Zuweilen gibt es künstlerisch gestaltete Strecken. Hier gibt es Beispiele aus aller Welt.

ORIGINAL: Die "schmerzensreiche Straße" in Jerusalem ist der Überlieferung nach der Kreuzweg Jesu. Es ist die Strecke über die Via Dolorosa von der Burg Antonia, wo Pontius Pilatus Jesus zum Tode verurteilte, bis zur Stelle von Golgatha, wo er am Kreuz starb. Viele Pilger tragen hölzerne Kreuze. Der Weg endet an der Grabeskirche, an der sich sechs Konfessionen mit ihren Gottesdiensten abwechseln.

PAPST: Die Päpste beten seit einigen Jahren am antiken römischen Kolosseum den Kreuzweg. Sie gedenken damit auch der Christen, die dort laut Überlieferungen Raubtieren vorgeworfen wurden. Papst Franziskus will in diesem Jahr für die Opfer von Menschenhandel beten. Die Gebetstexte verfasst die italienische Ordensfrau und Aktivistin Eugenia Bonetti, Vorsitzende der Vereinigung "Slaves no more". Die Gruppe bekämpft Gewalt gegen Frauen sowie Menschenhandel, Ausbeutung und Prostitution.

SCHMERZHAFT: Auf den Philippinen gibt es farbenprächtige Umzüge – und ein blutiges Ritual: Jahr für Jahr kommen Zehntausende Besucher, wenn sich einige Gläubige selbst geißeln oder mit echten Nägeln ans Kreuz schlagen lassen. Diese Praxis ist umstritten, die Kirche sieht diese Kreuzigungen sehr kritisch.

ZECHE: Auf einer Bergwerkshalde im Ruhrgebiet erinnern seit 1995 Christen an das Sterben Jesu. Auf dem Hügel der jetzt stillgelegten Bottroper Zeche Prosper-Haniel steht ein großes Gipfelkreuz, dort betet Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck regelmäßig mit den Gläubigen.

Das Kreuz war zum Besuch von Papst Johannes Paul II. im Ruhrgebiet im Jahr 1987 von Auszubildenden des Bergwerks angefertigt worden. Auf dem mehr als einen Kilometer langen Kreuzweg ist auf Kupfertafeln die Passion Christi mit Elementen der Bergbauwelt dargestellt.

GRENZE: Dieser "Weg der Hoffnung" führt auf 1,4 Kilometern Länge an den Todesstreifen der früheren innerdeutschen Grenze zwischen Hessen und Thüringen. Bei Geisa, in der Nähe der Gedenkstätte "Point Alpha", stehen 14 Metallskulpturen dort, wo es bis 1989 noch Grenzzaun und Selbstschussanlagen gab.

Die an den Kreuzweg Christi angelehnte Installation stammt von dem Künstler Ulrich Barnickel, der Mitte der 1980er Jahre aus der DDR ausgebürgert wurde. Vollendet wurde der Weg 2010, und er soll Besucher anregen, sich an "ihren eigenen Schicksalsweg in schwieriger Zeit zu erinnern".

ALT: Der Lübecker Kreuzweg geht auf das 15. Jahrhundert zurück und gilt als ältester in Deutschland. Nach der Reformationszeit geriet er in Vergessenheit. Seit 1994 wird er wieder jährlich gegangen, seit 2002 gehen und beten katholische und evangelische Christen die fünf Kreuzwegstationen gemeinsam. Er ist wie die Via Dolorosa in Jersusalem 1.650 Meter lang. Mit dabei ist in diesem Jahr unter anderen Hamburgs Erzbischof Stefan Heße.

LEBENDIG: Beim lebendigen Kreuzweg der Italienischen Gemeinde in Ulm machen Dutzende ehrenamtliche Darsteller mit - sie spielen in Kostümen Jesus, Maria, die Jünger, Pilatus oder Soldaten. Tausende Zuschauer begleiten diesen Kreuzweg jedes Jahr. Zum ersten Mal zogen die Darsteller am Karfreitag des Jahres 2004 durch die Straßen.

INTERRELIGIÖS: In Hamburg wollen Christen und Muslime zum 15. Mal ein gemeinsames Friedenszeichen setzen. An der mittelalterlichen Kreuzigungsgruppe vor der Sankt-Georgskirche am Hauptbahnhof planen sie eine interreligiöse und ökumenische Kreuzwegandacht. Ebenfalls in Hamburg ist zudem der 20. "Kreuzweg für die Rechte der Flüchtlinge" angekündigt. An sieben Stationen soll es um den Tod an Seegrenzen, Verfolgung und Diskriminierung von Menschen gehen. Die Hamburger evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs und der katholische Weihbischof Horst Eberlein wollen diesmal dabei sein.

Leticia Witte
(KNA)

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