Blick auf die Grabkapelle in der Grabeskirche in Jerusalem
Blick auf die Grabkapelle in der Grabeskirche in Jerusalem
Ministranten mit Vortragekreuz während der Palmsonntagsprozession
Ministranten mit Vortragekreuz während der Palmsonntagsprozession

15.04.2019

Jerusalem rüstet sich für Ostern und Pessach Besucherstärkste Zeit des Jahres

​In Jerusalem haben die Feierlichkeiten zur Heiligen Woche begonnen. Den Auftakt bildete die traditionelle Palmprozession am Sonntag, an der rund 30.000 Besucher teilnahmen. Auf den Karfreitag fällt in diesem Jahr auch das jüdische Pessachfest.

Die Erinnerung an den Einzug Jesu nach Jerusalem vor seiner Kreuzigung war der erste von mehreren Höhepunkten der Jerusalemer Kar- und Osterfeiern. Am Gründonnerstag folgen die Liturgie der Fußwaschung, eine Prozession zum Abendmahlssaal auf dem Berg Zion und eine nächtliche Gebetswache beim Garten Getsemani.

"Begräbnis Christi" am Karfreitag

Am Karfreitag ziehen Christen mit großen Holzkreuzen im Gedenken an den Leidensweg Jesu über die Via Dolorosa. Eine jahrhundertealte Besonderheit der Jerusalemer Feiern ist das "Begräbnis Christi" am Abend des Karfreitag, bei der Franziskaner in der Grabeskirche die letzten Stunden im Leben und Sterben Jesu nachstellen.

Die katholische Osternacht wird in der Grabeskirche bereits am frühen Samstagmorgen gefeiert, gemäß dem sogenannten "Status Quo", einem Regelwerk aus dem 19. Jahrhundert, das den Gebetsplan der an der Kirche beteiligten sechs Konfessionen festhält.

Bedingt durch die unterschiedlichen Kalendersysteme feiern die orthodoxen Kirchen Ostern auch in diesem Jahr mit einer Woche Abstand. Der zweite Höhepunkt von Ostern in Jerusalem - die über 1.200 Jahre alte Liturgie des "Heiligen Feuers" am orthodoxen Karsamstag - fällt somit erst auf den 27. April.

Jüdisches Pessachfest

Auf den Karfreitag hingegen fällt in diesem Jahr der Beginn des jüdischen Pessachfests. Das einwöchige Fest, mit dem Juden in aller Welt an den Auszug aus Ägypten erinnern, beginnt mit Sonnenuntergang des 19. April und endet am 26. April mit Anbruch der Dunkelheit.

Traditionell gehören die Tage um Ostern und Pessach zu den besucherstärksten Zeiten in Jerusalem. Nach einem Rekordjahr 2018 mit mehr als vier Millionen Besuchern ist auch in diesem Jahr mit einem großen Andrang in den engen Gassen der Jerusalemer Altstadt und ihren Heiligen Stätten zu rechnen. Angaben zur Zahl der erwarteten Besucher machten die zuständigen israelischen Behörden nicht.

Unklar ist, ob Christen aus dem Gazastreifen an den zentralen Osterfeiern in Jerusalem teilnehmen können. Die zuständige israelische Koordinationsstelle für Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten (COGAT) will ihre Entscheidung bezüglich der Erteilung der notwendigen Reisegenehmigungen in den kommenden Tagen bekannt geben, wie ein COGAT-Sprecher auf Anfrage erklärte. Bislang lägen keine Genehmigungen vor, sagte der katholische Pfarrer von Gaza, Mario da Silva. Dies entspreche der Politik der Vorjahre, in denen die Reisegenehmigungen auf Gründonnerstag hin erteilt worden seien.

Kirchenführer fordern Respekt vor Menschenwürde

Unterdessen haben die Kirchenführer in Jerusalem zum Erhalt Jerusalems als multireligiöse und multikulturelle Stadt aufgerufen. "Mögen alle abrahamitischen Glaubensrichtungen in ihr eine Stadt des Friedens und der Ruhe finden", heißt es in der am Montag vom Lateinischen Patriarchat in Jerusalem verbreiteten gemeinsamen Osterbotschaft der Kirchen im Heiligen Land.

Das Fest der Auferstehung sei eine Erinnerung daran, dass die Menschen ein Abbild Gottes seien und ihre Würde respektiert und geehrt werden müsse. "Wir beten unermüdlich für alle Regionen der Gewalt und der Not, insbesondere der Gewalt gegen Unschuldige (...) In unseren Gebeten erinnern wir uns auch an alle Frauen und Kinder, die auf der ganzen Welt mit Gewalt und Ungerechtigkeit konfrontiert sind", so die Kirchenführer.

(KNA)

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