Karnevalszug in Köln
Karnevalszug in Köln
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Karnevalisten beim Umzug

15.02.2015

Die Herkunft des Karnevals "Alaaf" auf Markt und Kirche

Vor der Fastenzeit nochmal so richtig feiern: Der Karneval hat vor allem in traditionell katholischen Regionen Konjunktur und das schon seit dem Mittelalter. Die Devise war schon immer: Spaß an d'r Freud.

"Ursprünglich ist Karneval ein sehr katholisches Fest", sagt Hannelore Bartscherer, die Vorsitzende des Katholikenausschusses Köln, "denn das Wort 'Fastelovend' bedeutet 'Fastabend', also der Abend vor Beginn der Fastenzeit. In früheren Zeiten musste alles verbraucht werden, was in der Fastenzeit verboten war, also zum Beispiel Fleisch. Das Wort "Karneval" entstand wahrscheinlich aus dem lateinischen Ausdruck "carne levare", also "Fleisch wegnehmen".

Das närrische Epizentrum: Köln

Nicht nur heute ist Köln eine große Karnevalshochburg, sie war es auch früher schon: So verbot der Rat der Stadt im 14. Jahrhundert, Karnevalsveranstaltungen zu bezuschussen. Dem närrischen Treiben tat das keinen Abbruch. Der Karneval war auch ein gutes Geschäft, zum Beispiel für die Klöster: Sie verkauften den Karnevalisten Wein und Bier. Aus dem kirchlichen Bereich stammt vielleicht auch die Weiberfastnacht: 1729 zogen sich die Nonnen aus dem Kölner Kloster St. Mauritius weltliche Kleidung an und sprangen und tanzten herum. Dagegen halten aber die Bonner ihre Version, dass Weiberfastnacht von den Beueler Waschweibern 1824 begründet wurde.

Ein bisschen jeck sind alle

Doch auch sonst wurde schon im Mittelalter einiger Mummenschanz getrieben – auch von Geistlichen: Sie parodierten kirchliche Rituale und stellten gerne mal einen Pseudopapst auf. Auch der Ruf "Alaaf" kommt aus dem Mittelalter: Man fand ihn auf einem Tonkrug in dem Satz "Allaf fur einen goden druinck". Das heißt so viel wie "Für einen guten Trunk lasse ich alles stehen". "Kölle Alaaf" kann man also frei übersetzen mit: "Hinter Köln fällt alles ab." Aus dem Mittelalter stammt auch der in Stein gemeißelte Karneval: In einem Fries am Gürzenich.

(DR, KNA)

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