Das designierte Dreigestirn wird gesegnet
Das designierte Dreigestirn wird gesegnet
Einmol Prinz zo sin: Ralf Schumacher, Christian Krath und Frank Breuer freuen sich auf ihren "Kindheitswunsch"
Einmol Prinz zo sin: Ralf Schumacher, Christian Krath und Frank Breuer freuen sich auf ihren "Kindheitswunsch"
Grün und weiß sind die Farben des Traditionsvereins
Grün und weiß sind die Farben des Traditionsvereins
Domvikar Hopmann ist der zuständige Feldkaplan des Reiterkorps
Domvikar Hopmann ist der zuständige Feldkaplan des Reiterkorps
In traditioneller Uniform ihres Reiterkorps
In traditioneller Uniform ihres Reiterkorps
Viele Kinder und Jugendliche des Reiterkorps Jan von Werth sind dabei
Viele Kinder und Jugendliche des Reiterkorps Jan von Werth sind dabei

10.11.2019

Segen für das designierte Kölner Dreigestirn in St. Severin Mit Gottes Segen in die Session

Das designierte Kölner Dreigestirn der Karnevalssession 2020 kommt aus dem Reiter-Korps Jan von Werth. Für die drei geht ein Lebenstraum in Erfüllung. Vor dem offiziellen Beginn der Karnevalssession wurden sie in ihrer Heimatkirche gesegnet.

Grün und weiß, das sind die Farben des Kölner Reiterkorps Jan von Werth, das sind auch die Farben, die das Bild in der Kirche Sankt Severin am Samstagnachmittag in Köln bestimmen. Grün und weiß, alt und jung, groß und klein, alle in der Uniform der Karnevalsgesellschaft – und das Halleluja wird auf Kölsch gesungen: "Freud muss üch spingkse us jedem Knopploch rus".

Kölner Dreigestirn aus dem Reiterkorps Jan von Werth

Die Karnevalsgesellschaft Jan von Werth 1925 e.V. stellt für die Session 2020 das Kölner Dreigestirn. Das Reiterkorps hat seinen Sitz in der Kölner Südstadt und der allererste Aufschlag der Session, zwei Tage vor dem Elften im Elften, findet in der Heimatkirche des designierten Dreigestirns, in Sankt Severin statt. "Denn an Gottes Segen ist alles gelegen", zitiert Domvikar Tobias Hopmann den verstorbenen Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner in der feierlichen Messe. Domvikar Hopmann ist der zuständige Feldkaplan des Reiterkorps und segnet die Sessionskerze, die Korpsfahne, die Ehrenkette der Stadt Köln, Jan und Griet und natürlich das designierte Dreigestirn.

"Das ist ein Geschenk Gottes, was jetzt auf uns zukommt", freut sich Bauer Frank Breuer im Interview mit DOMRADIO.DE. Das Dreigestirn schwebt jetzt schon im siebten Himmel, obwohl die Session noch gar nicht richtig begonnen hat. Mit ihrem hauseigenen Reiterchor Jan van Werth in Sankt Severin den Auftakt in den Karneval feiern zu dürfen, ist für die drei ein Traum. Jan van Werth sei ihre Familie sagen sie.

Karneval kann ein Zuhause sein

Etwas bewegend Familiäres hat auch der Gottesdienst. Domvikar Hopmann begrüßt vorab fast jeden der eintreffenden Karnevalisten mit einer herzhaften Umarmung. Er trägt sein eigens für die Messfeiern mit seinem Reiterkorps Jan von Werth angefertigtes Karnevals-Messgewand, mit grün weißen Rauten, den Farben des Korps. Karneval kann ein Zuhause sein, das spürt man schon vor dem Gottesdienst. Die Karnevalisten umarmen sich, freuen sich, treffen sich von Herzen gern. Mitten unter ihnen das designierte Dreigestirn.

Heute noch einmal in der traditionellen Uniform ihres Reiterkorps. Als Dreigestirn dürfen sie noch nicht auftreten, das kommt erst noch. Aber ihre Vorfreude ist riesig, ein Lebenstraum gehe in Erfüllung. "Das ist der helle Wahnsinn", wie der designierte Prinz Christian Krath im Interview schwärmt. "Lebenstraum", "Kindheitstraum", "Herzenswunsch" – "Höhepunkt unseres Lebens". Jungfrau Ralf, Bauer Frank und Prinz Christian sind in ihrer Euphorie kaum zu stoppen.

Traditioneller Karnevalsgottesdienst im Kölner Dom

Bevor am Montag, dem 11.11. um 11.11 Uhr auf dem Kölner Altermarkt die Korken knallen, werden die drei Freunde am frühen Morgen im Kölner Dom einkehren. Domvikar Hopmann hat sie eingeladen, noch einmal kurz innezuhalten, bevor es losgeht. Denn der christliche Glaube bedeutet ihnen viel, das ist ihnen anzumerken. Auch als sie vom Karnevalsgottesdienst am 8. Januar kommenden Jahres erzählen, die traditionelle Eröffnung der Session im Kölner Dom, die DOMRADIO.DE wie in jedem Jahr live überträgt.

"Das wird ein sehr bewegender Augenblick, wenn wir in den Dom einziehen", freut sich Bauer Frank. Und dann erzählen sie, was ihnen christliche Werte bedeuten, Nächstenliebe und Nachhaltigkeit. Von einem geplanten sozialen Konzept während ihrer Amtszeit ist die Rede, genaueres darf aber noch nicht verraten werden. "Wir wollen ein Dreigestirn für alle Jecken sein", betont Prinz Christian.

Diesen Gedanken greift auch der Feldkaplan des Reiterkorps Tobias Hopmann in seiner Predigt auf. Für ihn ist es nicht ganz einfach an diesem 9. November zu predigen, einem Tag, der von der deutschen Geschichte so aufgeladen ist. Hopmann spricht auch darüber, über die Pogromnacht in der Nazizeit und den Mauerfall vor genau dreißig Jahren. "Karneval ist bunt und hat eine gesellschaftspolitische Relevanz", sagt Hopmann. Karneval sei deutlich mehr als nur Spass an der Freud. Der Domvikar betont, dass der Karneval niemanden ausschließe, egal welche Nationalität er habe, wie arm oder reich er sei, welche Sprache er spreche oder welche sexuelle Orientierung er habe. "Jeder ist willkommen und gehört dazu".

Ein Gegenkonzept zur Diktatur

Dann kommt er auf die diktatorischen Systeme zu sprechen, die zentralisieren und vereinheitlichen, während der Karneval ein Gegenkonzept sei – weil er in die Breite und in die Fläche gehe, damit alle in aller Unterschiedlichkeit mitfeiern könnten. "Der Karneval lacht die Mächtigen aus und nichts fürchten Diktatoren mehr, als dass über sie gelacht wird", sagt Hopmann.

Die Werte unserer Gesellschaft sind auch die Werte des Kölner Karnevals. Dafür wollen auch Jungfrau Ralf, Bauer Frank und Prinz Christian stehen, die am Ende der Messe nach vorne gerufen werden, wo Hopmann nicht mit Weihwasser spart, um das Dreigestirn recht ordentlich zu segnen. Eines ist damit gewiss, die drei werden bestimmt nicht vergessen, dass an Gottes Segen alles gelegen ist – oder wie die Karnevalisten im Sanktus "Hellich, hellich, hellich – hellich iss der Herr" auf Kölsch stimmgewaltig durch die Kirche schmettern: "Jede Knubbel Minsche, der Herr ess medden dren“.

Johannes Schröer
(DR)

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