Mancher Karnevalist hatte mit sich zu kämpfen
Mancher Karnevalist hatte mit sich zu kämpfen

09.02.2018

Rettungskräfte ziehen positive Bilanz nach Weiberfastnacht Sonne, Polizei und Glasverbot

Schlägereien, Alkoholleichen und Schnittverletzungen. Was war nicht alles in Köln erwartet worden zum Auftakt des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht. Doch die Bilanz fällt überaus positiv aus. Was könnten die Gründe gewesen sein?

DOMRADIO.DE: Beim Sanitätsdienst lernt man ja häufig die Schattenseiten des Karnevals kennen. Wie dunkel war denn an Weiberfastnacht dieser Schatten in Köln?

Christian van Duijnen-Leiße (Rettungsassistent bei der Johanniter-Unfall-Hilfe des Regionalverbands Köln/Rhein-Erft-Kreis und Leverkusen): Gestern spiegelte sich das Sonnenlicht auch im Einsatzgeschehen wieder. Insgesamt war die Stimmung in der Stadt viel besser als in den Vorjahren. Es wurde fröhlich gefeiert, aber es war keine, wie in den letzten Jahren, aggressive Grundstimmung zu spüren. Das war sehr angenehm.

DOMRADIO.DE: Die Bilanz der Kölner Polizei fällt auch positiv aus. Es gab weniger Verletzungen, weniger Wildpinkler. Aber die Polizeipräsenz war auch recht hoch. Meinen Sie, dass die gute Bilanz auch darauf zurückzuführen ist?

van Duijnen-Leiße: Mit Sicherheit. Das kommt irgendwie alles zusammen. Ich habe mit vielen Einsatzkräften gesprochen, sowohl mit Kollegen aus dem Sanitär- und Rettungsdienst als auch mit Polizeikollegen an der Basis, die alle sehr viel entspannter wirkten, weil sie gesagt haben, dass eine gute Stimmung herrschte. Das Glasverbot in der Innenstadt machte sich auch wirklich für uns spürbar bemerkbar.

DOMRADIO.DE: Es gab auch weniger Verletzungen durch Schnittwunden?

van Duijnen-Leiße: Die Glasverletzungen haben sich in den letzten Jahren auf einem konstant niedrigen Niveau eingependelt. Da trägt die Strategie der Stadt wirklich Früchte.

DOMRADIO.DE: Mit welchen Verletzungen und Behandlungen haben Sie denn sonst zu kämpfen gehabt?

van Duijnen-Leiße: Ohne Zweifel sind es immer wieder Menschen, die einfach zu tief ins Glas schauen, die zu viel trinken und es nicht vertragen, umkippen, uns vor die Füße fallen oder wir als Rettungskräfte gerufen werden.

DOMRADIO.DE: Es sind also weniger Prügeleien, sondern eher der Alkoholkonsum, der die Jecken niederrafft?

van Duijnen-Leiße: Dieses Jahr ist das so gewesen. Darin spiegelt sich auch wieder, dass es weniger aggressiv zugegangen ist. Auch unsere Kollegen haben durch die Bank diese freudige Stimmung wiedergegeben.

DOMRADIO.DE: Was empfehlen Sie denn den Jecken, die die nächsten Tage weiterfeiern wollen? Worauf sollten die achten?

van Duijnen-Leiße: Wenn trinken, dann in Maßen. Und ordentlich dazu essen. Ordentlich heißt in diesem Zusammenhang auch gesund im Sinne von vitaminreich und mineralstoffreich. Ganz wichtig ist auch, dass man genauso viel Wasser oder Limonade trinkt, wie man Alkohol zu sich nimmt. Das heißt, der Körper braucht einfach die Flüssigkeit und die Nährstoffe zum verstoffwechseln des Alkohols.

Das braucht die Leber dazu. Anders funktioniert die Chemie in unserem Körper nicht. Deswegen gehört zu einem Gals Kölsch auch immer ein Glas Wasser. Die Menge an Alkohol sollte auch insgesamt nicht zu groß sein. Man muss wissen, was und wie viel man verträgt, sonst könnte es übler ausgehen.

Das Interview führte Tobias Fricke.

(DR)

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