Jecke feiern in Düsseldorf "Rosenmontag" nach
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Bissige Motivwagen durften nicht fehlen
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13.03.2016

Düsseldorf holt "Rosenmontagszug" nach Sonne statt Sturmwarnung

Im zweiten Anlauf haben die Jecken Glück: Am nachgeholten Rosenmontagszug in Düsseldorf spielt das Wetter mit. Am Zugweg stehen die Karnevalisten Spalier, schunkeln und ergattern Kamelle.

Bei strahlendem Sonnenschein und knackig kalten Temperaturen haben die Düsseldorfer Narren am Sonntag ihren Karnevalszug nachgeholt. Pünktlich um 11.30 Uhr setzten sich die Wagen und Fußgruppen in Bewegung, um johlend zu Karnevalsmusik durch die Innenstadt zu ziehen. Bis zum Mittag gab es nach Polizeiangaben keine Zwischenfälle. Der eigentliche Zug am Rosenmontag war vor fünf Wochen wegen Sturms ausgefallen.

"Anders als sonst"

Rund um den Rathausplatz und am Zugweg standen verkleidete Karnevalsfans Spalier. Die Zahl der Besucher rund um die Straßen der Altstadt war anfangs geringer als an normalen Rosenmontagen. "Es ist anders als sonst", sagte ein Polizeisprecher. Dann aber füllten sich die Reihen. Die Veranstalter vom Comitee Düsseldorfer Carneval erwarteten mehrere Hunderttausend Besucher am Zugweg. Deutlich über 1000 Polizisten waren im Einsatz.

Der Narrentreck mit etwa 10 000 Karnevalisten rollte auf der gut fünf Kilometer langem Zugstrecke unter dem Motto "Düsseldorf - scharf wie Mostert" (Senf). Die Politik bekam auf Mottowagen ihr Fett weg: So wurde US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump mit Popo-Gesicht gezeigt und Kanzlerin Angela Merkel, die das Kreuz der humanen Flüchtlingspolitik schultert, während die CSU fordert: "Kreuzigt sie!!!"

Gäste und Gruppen aus anderen Städten

An dem nachgeholten Karnevalszug beteiligten sich auch viele Gruppen, die sonst in anderen Städten feiern - etwa eine Tanzgruppe aus Krefeld. Entsprechend erhöhte sich die Zahl der Fußgruppen in dem Düsseldorfer Zug auf 115. Auch aus Köln kamen viele kostümierte Zaungäste. "Ich finde das gut, dass das nachgeholt wird", sagte ein Jeck aus Köln, der mit seinen Freunden einen Bus gechartet hatte. Es gebe den Kölnern die Gelegenheit, auch mal in der Nachbarstadt zu feiern.

(dpa)

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