Rosenmontag in Köln
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Hans Leo und Willibert (r)
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Dompropst Gerd Bachner auf einem der Wagen
Dompropst Gerd Bachner auf einem der Wagen
Generalvikar Dominik Meiering
Generalvikar Dominik Meiering

08.02.2016

Kölner Rosenmontag bei Wind und meist Sonnenschein "Das hätte keiner für möglich gehalten"

Ohne Pferde aber auch fast ohne Regen ging der Rosenmontagszug durch die Kölner Straßen. In Städten wie Düsseldorf, Mainz oder Essen wurden die Züge aufgrund des Sturmtiefs "Ruzica" abgesagt.

In Köln mussten die Jecken auf berittene Narren verzichten, aber der Zug fand wie geplant statt. Manche Vereine zeigten sich deshalb mit Steckenpferden. Als sich Musiker, Artisten und Wagen um 10 Uhr morgens in der Kölner Südstadt in Bewegung setzten, riss die Wolkendecke auf und über weite Teile des Zuges schien die Sonne.

"Das hätte keiner für möglich gehalten", sagte der Chef des Kölner Rosenmontagszuges, Christoph Kuckelkorn. Die Freude war dementsprechend groß auf den Straßen und den Tribünen. Die Narren feierten bei elf Grad und teilweise starkem Wind. Über 700.000 Tafeln Schokolade und über 300.000 Strüßjer regneten von den Wagen auf die feiernden Kölner und Zugereisten.

"Mer stelle alles op der Kopp"

Im Vorhinein wurde die Session mit dem Motto "Mer stelle alles op der Kopp" von den Ereignissen der Silvesternacht in Köln überschattet. Die Flüchtlingswelle und die damit verbundene Hetze waren Themen, die die Macher der Festwagen aufgegriffen hatten. Dem Zug gingen "Bunte Funken" voran, eine Gruppe von linksgerichteten Globalisierungsgegnern. Sie trugen einen Banner mit dem Spruch "Rassisten un Sexisten sin Aaschlöcher! Üvverall!". Ein Wagen des Zuges zeigte Bundeskanzlerin Angela Merkel beim knacken "harter Nüsse" mit der Aufschrift "Integration", "Europa" und "Flüchtlinge".

Am Rosenmontag sicherten über 1.800 Beamte der Polizei und 300 Bundespolizisten den Zug, der nach ersten Informationen ohne große Zwischenfälle verlief. Seit Donnerstag hatte die Polizei in Köln bislang rund 340 Menschen in Gewahrsam genommen.  Mehr als 40 Sexualdelikte wurden angezeigt - darunter auch eine Vergewaltigung.

domradio.de übertrug den Rosenmontagszug, der durch das Fehlen von Tieren etwas schneller durch Köln ging als gewöhnlich, in voller Länge mit "Ne bergische Jung" Willibert Pauels und Hans Leo Neu.

Sebastian Witte
(dr, dpa, epd)

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