Schwalbennestorgel im Kölner Dom
Schwalbennestorgel im Kölner Dom
Dompropst Bachner
Dompropst Bachner

16.06.2017

Dompropst erklärt die neuen Sicherheitsvorschriften bei den Orgelfeierstunden Ohne Klappstuhl in den Dom

Am kommenden Dienstag beginnen die beliebten Orgelfeierstunden im Kölner Dom. Erwartet wird wie in jedem Jahr ein großer Besucherandrang. Allerdings gibt es neue Sicherheitsvorkehrungen, wie Dompropst Bachner erläutert.

domradio.de: Mit dem Klappstuhl in den überfüllten Kölner Dom zu den beliebten Sommer-Orgelfeierstunden, die nun bald wieder anlaufen. Das wird es so nicht mehr geben, oder? 

Gerd Bachner (Dompropst): Die Orgelfeierstunden sind immer sehr, sehr gut besucht. Die Kirchenbänke sind dann schnell besetzt und diese mitgebrachten Höckerchen waren eigentlich schon Kult. Jeder freie Platz im Dom war mit einem Höckerchen oder Klappstuhl besetzt. Aber unsere neuen Sicherheitsbestimmungen erlauben das nicht mehr. Wir haben ja als Metropolitankapitel eine Verantwortung für die Menschen und beim Thema Fluchtwege mussten wir nun handeln. 

domradio.de: Sicherheit geht vor, für die Atmosphäre ist das aber schade, oder?

Bachner: Ja, das stimmt schon, ich bin da auch traurig drüber. Aber was bleibt, ist ja der höhere Wert: Dass wir im Dom zusammenkommen und diese schönen Domorgelstücke hören werden. Aber wir werden unsererseits zusätzliche Stühle aufstellen, so dass wir die normale Kapazität erhöhen können. Aber die Fluchtwege müssen frei bleiben. Wir haben also 1.300 Sitzplätze. Das ist die Grenze.

domradio.de: Wie reagieren denn die Besucher auf das neue Sicherheitskonzept? Es gibt mehr Kontrollen, Koffer dürfen nicht mehr in den Dom ...

Bachner: So manches geht einfach nicht mehr. Seit März gibt es diese neuen Bestimmungen. Aber ich habe mich bemüht, einen Mittelweg zu gehen mit dem Domkapitel. Die Maßnahmen sind ausgewogen und maßvoll der jeweiligen Sicherheitssituation angemessen. Kritik gibt es aber in beide Richtungen: Die einen wollen noch strengere Bestimmungen, den anderen sind schon die vorhandenen zu viel. Aber die überwältigende Mehrheit begrüßt dieses neue Vorgehen total. Das beruhigt und gibt Sicherheit. 

Das Interview führte Silvia Ochlast.

(DR)

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