Kölner Dom
Kölner Dom

04.06.2017

Pfingstsonntag im Kölner Dom wurde feierlich Ein Halleluja im Kölner Dom

Einer Legende nach stand König Georg II. völlig ergriffen auf, als er das erste Mal das "Halleluja" von Händel hörte. Im Kölner Dom taten das die Gottesdienstbesucher dem englischen König am Pfingstmontag gleich.

Durch die hohen Hallen des Kölner Doms erklingt an diesem Pfingstsonntag das berühmte "Halleluja" von Georg Friederich Händel. Das Vokalensemble Kölner Dom unter der Leitung von Eberhard Metternich singt den aus Psalmen übernommenen gottesdienstlichen Freudenruf, der übersetzt so viel heißt wie "Lobet den Herrn".

Es klingt festlich, denn das Stück ist in D-Dur – also den barocken Tönen geschrieben. Die Gläubigen sind von ihren Plätzen aufgestanden. Das ist weltweit an vielen Orten Brauch. Einer Legende nach soll das schon König Georg II. gemacht haben, als er die Klänge hörte, stand er voller Begeisterung auf. "Halleluja, denn der allmächtige Gott hat das Reich eingenommen", schmettert der Chor auf Englisch. 

Drei Teilen die christliche Heilsgeschichte

Diese Töne des Musikstücks gehören zu einem der berühmtesten Kompositionen geistlicher Musik. "Halleluja" findet sich am Ende des zweiten Teils des Oratoriums, der Passion des Messias. Es umfasst in drei Teilen die christliche Heilsgeschichte. Jesu Geburt, sein Tod am Kreuz und sein Kommen spielen eine Rolle. "Es sind Verse des Triumphs, der endgültigen Überwindung von Sünde und Gottesferne", schrieb der Theologe Johann Hinrich Claussen in seinem Buch "Gottes Klänge: Eine Geschichte der Kirchenmusik."

Da das Oratorium im zweiten und dritten Teil die Auferstehung und die Wiederkunft und Verherrlichung Jesu behandelt, setzte Händel seinen Messias stets in der Fasten- und Osterzeit auf den Spielplan.

Auch in der Adventszeit gespielt

Mit der Zeit schlich sich auch ein, dass das Werk in der Adventszeit im Konzertsaal aufgeführt wurde. Die Begründung: Der erste Teil des Oratoriums stellt die Verheißung von Christi Geburt nach.

Obwohl Händels "Messias" mittlerweile 275 Jahren alt ist, ist es heute noch aktuell. Man mag fast schon sagen, es ist beliebter als zu seinen Anfängen, wurde es damals doch zunächst als blasphemisch verurteilt. In einer Musikhalle spielten Orchester es als "Entertainment" und gaben Benefizkonzert für karitative Organisationen.

Etabliert in der Fasten- und Osterzeit

Auch in Deutschland hat sich das Stück als Klassiker besonders in der Fasten- und Osterzeit etabliert. Im Kölner Dom erklingt es immer wieder zu dieser Zeit und bewegt die Menschen. So auch heute, am Pfingstsonntag. Die Gläubigen im Dom klatschen nach der Darbietung des Chors.

Melanie Trimborn
(dr)

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