Kölner Domspitzen
Kölner Domspitzen
Msgr. Robert Kleine
Msgr. Robert Kleine

31.03.2015

Kölner Domdechant zur Gedenkfeier für Absturzopfer Der schwere Blick nach vorn

Mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem staatlichen Trauerakt wird am 17. April im Kölner Dom der 150 Todesopfer des Airbus-Absturzes gedacht. Auch die Bevölkerung ist eingeladen, sagt Monsignore Robert Kleine.

domradio.de: 17. April 12 Uhr - wird das ein großes Ereignis werden mit vielen Staatsgästen?

Monsignore Robert Kleine (Kölner Stadt- und Domdechant): Ich denke, es wird zunächst einmal ein emotionales Ereignis werden, weil es um diesen furchtbaren Absturz geht. In erster Linie stehen die Angehörigen im Mittelpunkt. Für sie ist auch dieser Gottesdienst. Das wird die größte Gruppe sein. Dann wird die Staatsspitze erwartet mit dem Bundespräsidenten, der Bundeskanzlerin und auch Gästen aus den Nationen, wo andere Opfer zu beklagen sind, zum Beispiel aus Spanien. Wer genau alles kommen wird, das weiß ich nicht, aber ich glaube, dass es dann höhere Repräsentanten sein werden, die auch ihre Trauer stellvertretend für ihre Nationen dort zum Ausdruck bringen.

domradio.de: Der spanische Ministerpräsident Rajoy und Frankreichs Präsident Hollande stehen bestimmt auf der Einladungsliste?

Monsignore Kleine: Ich kann es mir vorstellen, ja.

domradio.de: Was wird dann am 17. April auf dem Programm stehen?

Monsignore Kleine: Es gibt zwei Teile, das eine ist ein ökumenischer Gottesdienst und das andere ist staatlicherseits ein Trauerakt mit einer Ansprache, wahrscheinlich des Bundespräsidenten. Diese beiden Teile finden in unserem Dom statt. So dass die Mittrauernden, die Angehörigen, die Gäste, aber auch die Bevölkerung, die eingeladen wird und die im Dom Platz findet, dann beide Teile erleben wird: Gottesdienst und dann den staatlichen Teil.

domradio.de: Der Gottesdienst wird ökumenisch sein - auch mit dem Kölner Kardinal?

Monsignore Kleine: Der Erzbischof von Köln und  der Präses der rheinischen Kirche, evangelischerseits, werden dieser Feier vorstehen. Als ökumenischer Gottesdienst sind natürlich auch andere Konfessionen miteingeladen und werden sicherlich auch dort vertreten sein.

domradio.de: Mein erster Gedanke war, Gottesdienst und Trauerakt sind mit dreieinhalb Wochen Verzögerung ein bisschen spät. Man würde vielleicht erwarten, dass es eine Woche nach dem Unglück stattfindet. Wie sehen Sie das?

Monsignore Kleine: Es hat ja in vielen Städten Trauergottesdienste zeitnah zu diesem tragischen Absturz gegeben. Hier muss man natürlich einen solchen Staatsakt dann auch länger vorbereiten. Wenn ich jetzt an Haltern denke, an die Schule dort, dann ist das der Freitag nach den Osterferien. Wir müssen auch jetzt mit Hochdruck daran arbeiten, diesen Staatsakt und Gottesdienst vorzubereiten. Das muss gut und professionell vorbereitet sein, allein von der Logistik her. So dass wir jetzt die Zeit auch noch brauchen.

Wir haben die Erfahrung, dass Menschen, die einen geliebten Menschen verlieren, zunächst vor allem die Klage haben. Wir kennen auch in der Kirche das Sechswochenamt nach einer Beerdigung, weil es verschiedene Trauerphasen gibt. Vielleicht ist gerade dieser Gottesdienst mit drei Wochen Abstand dann auch noch einmal richtig terminiert, um den Blick nach vorne zu richten. Ich denke einmal, dass das dann mit im Vordergrund stehen wird: Einmal die Klage, aber sicherlich auch Trauer und der Blick nach vorne, den Verlust zu erleben, wahrzunehmen, aber auch nach vorne zu schauen.

Das Interview führte Tobias Fricke.

(dr)

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