Sternsinger schreibt den Segenspruch "20 C+M+B 21" mit Kreide über ein Portal am Aachener Dom
Sternsinger schreibt den Segenspruch "20 C+M+B 21" mit Kreide über ein Portal am Aachener Dom

29.12.2020

Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen in Aachen 12 statt 1.200 Sternsinger

An diesem Dienstag wurde die bundesweite Sternsingeraktion im Aachener Dom eröffnet – sowohl analog als auch digital. Der Präsident des Kindermissionswerks, Dirk Bingener, war mit dem Start zufrieden und hofft auf weitere Kreativität.

DOMRADIO.DE: Wie zufrieden sind Sie mit dem 63. Eröffnungsgottesdienst des Dreikönigssingens?

Pfarrer Dirk Bingener (Präsident des Kindermissionswerks "Die Sternsinger"): Ich bin sehr zufrieden. Das war ein sehr konzentrierter und dynamischer und froher Gottesdienst im Aachener Dom. Der Aachener Dom ist ja wunderbar und es ist natürlich der Gottesdienst im 175. Jahr des Kindermissionswerks gewesen.

Es ist nämlich in Aachen von einem 15-jährigen Mädchen namens Auguste gegründet worden. Deswegen war es gut, dass wir hier waren. Wir hatten zunächst mit 1.200 Sternsingern geplant, dann mit 120. Jetzt waren es heute aufgrund der Corona-Situation nur zwölf. Aber die haben ihre Sache wirklich gut gemacht.

DOMRADIO.DE: Wie funktionierte das in einem so kleinen Kreis?

Bingener: Wir waren wenige, aber es war ja die bundesweite Aussendungsfeier. Deswegen waren viele, viele, viele Kinder und Jugendliche online mit dabei und konnten Fürbitten mitgestalten und sagen, was man auf dem Herzen hat und von wo aus man gerade zugeschaltet ist.

Ich habe von sehr vielen Orten, Dörfern und Städten gehört, das nahm gar kein Ende mehr. Insofern gehe ich davon aus, dass sehr viele online dabei waren.

DOMRADIO.DE: Möglicherweise auch die 300.000 restlichen Sternsinger aus ganz Deutschland, die sich eingebracht hätten.

Bingener: Das kann gut sein. Vielleicht haben die aber jetzt auch digital was zu tun. Es ist ja diesmal so, dass im Grunde genommen die Kinder nicht von Haus zu Haus gehen können. Das empfehlen wir derzeit zumindest nicht. Man muss sich vielmehr neue Dinge ausdenken. Digitale Sternsinger-Besuche beispielsweise, weil die Leute in den Orten oder in den Städten auch ihre Sternsinger gerne sehen möchten und von ihnen gesegnet werden wollen.

Und wir haben auch seit heute auf der Internetseite www.sternsinger.de einen digitalen Sternsingerbesuch online geschaltet. Man bekommt dort den Segen. Die Kinder singen dort und man kann sich dann auch solidarisch zeigen.

DOMRADIO.DE: Das heißt, wenn man sich in seiner Pfarrei meldet und sagt, man möchte gerne, dass die Sternsinger zu einem kommen, dann macht man normalerweise einen Termin. Das kann man sich jetzt sozusagen online selber organisieren und sich seine Sternsinger dann angucken?

Bingener: Ja, das ist sehr vielfältig. Manche Pfarreien schicken im Januar ein Segenspaket mit Aufklebern zu. Andere ermöglichen Treffen auf dem Marktplatz nach Anmeldung und mit Abstand zu den Sternsingern. Und in einigen Pfarreien wird auch noch von Haus zu Haus gegangen und die Kirchen stehen offen.

Uns ist wichtig, dass wir auch die alten Menschen nicht vergessen. Also dass man mit den Altenheimen gemeinsam überlegt, wie man das Sternsingen übertragen kann, um den Menschen eine Freude zu machen und zu sagen: Wir haben euch nicht vergessen.

DOMRADIO.DE: Es gab ja auch öfter mal musikalische Darbietungen in Innenhöfen oder in den Vorgärten von Seniorenheimen gab. Wäre das auch was für die Sternsinger?

Bingener: Ja, das hatten wir geplant, doch wegen des harten Lockdowns geht das nicht. Daher muss die Übertragung digital laufen. Die Aktion ist übrigens bis zum 2.Februar verlängert, sodass alle mehr Zeit haben, den Segen auch zu empfangen.

DOMRADIO.DE: Auf der Planungsebene mussten Sie wahrscheinlich ständig alles umschmeißen. Hat das trotzdem gut funktioniert?

Bingener: Das stimmt. Wir mussten viel umschmeißen und mussten kreativ sein. Aber wir waren alle, vom Kindermissionswerk bis zum BDKJ, sehr motiviert. Es hat Spaß gemacht, Neues auszuprobieren. Es hat eine richtig gute Dynamik in einem guten Sinne.

Das Interview führte Uta Vorbrodt.

(DR)

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