23.05.2019

Zum Start der BDKJ 72-Stunden-Aktion 72 Stunden für eine bessere Welt

Anpacken und nicht nur reden – das wollen die Jugendlichen bei der 72-Stunden-Aktion ihres katholischen Dachverbands BDKJ. Bundesweit setzen sich die Teilnehmer für die Allgemeinheit ein. Prominente Paten unterstützen sie.

Der Countdown läuft: Von diesem Donnerstag bis zum Sonntag der Europawahl wird gemeinsam angepackt, um für die Allgemeinheit Gutes zu tun. Landauf landab pflanzen Jugendliche zum Beispiel Gärten an, reinigen Seen oder sorgen mit Fahrradklingeln für mehr Sicherheit in deutschen Innenstädten.

72 Stunden für die gute Sache. Sie haben sich viel vorgenommen beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Bis jetzt haben sich rund 80.000 Jugendliche in etwa 3.300 Aktionsgruppen angemeldet beim Dachverband vieler katholischer Jugendorganisationen.

Unterstützung von vielen Prominenten

Zuspruch und Unterstützung gibt es dafür von vielen Prominenten: Die Schirmherrschaft haben Kardinal Reinhard Marx und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) übernommen. Marx besucht in München Kinder mit und ohne Behinderung, die ihren Schulgarten, inklusive Indianertipi, neu gestalten. Giffey ist bei einem Familien-Theater in Kassel zu Gast.

Paten für die Aktionen der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) sind Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Klöckner wird am Samstag Projekte in Rheinland-Pfalz besuchen, während Müller im Allgäu unterwegs ist. Zahlreiche weitere Bischöfe, Politiker und andere Prominente unterstützen andere Aktionen vor Ort.

"Egal ob Engagement in der Geflüchtetenhilfe, in Seniorenzentren oder im Kindergarten - wichtig ist es, Solidarität mit anderen zu zeigen und mit vollem Einsatz dabei zu sein", betont der KLJB-Bundesvorsitzende Stephan Barthelme. Die KLJB-Bundesversammlung hatte mit dem Bundesvorstand eine Wette abgeschlossen: "Wetten, dass ihr es nicht schafft, in 72 Stunden 72 KLJB-Ortsgruppen in allen Diözesanverbänden zu besuchen!". Die Wette gilt - und so touren Barthelme und seine Mitstreiter am Wochenende durchs ganze Land.

"Uns schickt der Himmel"

Drei Tage gemeinnützige Arbeit: Was für manche wie eine Erziehungsmaßnahme klingt, ist für die Teilnehmer der 72-Stunden-Aktion eine "Herzensangelegenheit". Unter dem Motto "Uns schickt der Himmel" wollen die freiwilligen Helfer bundesweit "die Welt ein Stückchen besser machen".

Zum zweiten Mal läuft die BDKJ-Initiative bundesweit. An der ersten 72-Stunden-Aktion im Juni 2013 hatten sich rund 175.000 Kinder und Jugendliche in 4.000 Gruppen beteiligt. Die Aktion ist auch eines von drei beispielhaften Projekten, die die Deutsche Bischofskonferenz auf Wunsch des Papstes bei der Jugendsynode im Herbst 2018 im Vatikan vorgestellt hatte.

Beim Mitmachen können sich die Jugendgruppen zwischen der "Do-it" und der "Get-it-Methode" entscheiden. "Get-it" heißt, sie melden sich an und bekommen ein Projekt zugeteilt. Bei der "Do-it-Variante" schlagen sei selbst eine Aktion vor. Im oberbergischen Kreis östlich von Köln zum Beispiel haben sich mehrere Gruppen der KjG (Katholische junge Gemeinde) zusammengetan für den Naturschutz. Zusammen bauen sie sogenannte Insektenhotels und verteilen Samen für Blühwiesen. Für das Motto "KjGreen" haben sie ihr Verbandskürzel kreativ umgestaltet.

Seeboden von Unrat befreien

Auch in Bayern fiebern viele Jugendliche auf ihre Projekte hin. Wenn dann etwa im oberbayerischen Tegernsee der Startschuss fällt, sind die DLRGler (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) dort bereits in voller Tauchermontur. Ihr Ziel: der Grund des Sees. Ihre Mission: den Seeboden von Unrat wie Bierflaschen, Maßkrügen und anderem Müll befreien. Auch der Uferbereich soll sauberer werden. "Beim letzten Mal haben wir sogar einen Kinderwagen gefunden und sind schon gespannt, was diesmal alles im Wasser liegt", erklärt DLRG-Jugendleiterin Katharina Rau.

Aber auch die "Get-it-Variante" hat ihren besonderen Reiz, denn wenn die Organisatoren ein Projekt zuteilen, sind Überraschungen garantiert. Die Gruppen haben bis kurz vor dem Start keine Ahnung, was in den 72 Stunden auf sie zukommt. Bei beiden Varianten können die Gruppen außerdem die zusätzliche "Connect-it-Option" wählen. Dann setzen zwei Gruppen ihr Projekt gemeinsam um.

Christian Michael Hammer
(KNA)

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