Safer Internet Day
Safer Internet Day
Johannes-Wilhelm Rörig, Missbrauchsbeauftragter der Bundesregierung
Johannes-Wilhelm Rörig, Missbrauchsbeauftragter der Bundesregierung

05.02.2019

Missbrauchsbeauftragter startet Portal für Gewaltprävention "Nicht länger alleine lassen"

Viele wissen nicht mit dem Thema sexuelle Gewalt durch digitale Medien umzugehen. Anlässlich des Safer Internet Days startet der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung nun ein neues Portal für Medienpädagogik und Gewaltprävention.

Das neue Portal ist unter www.wissen-hilft-schützen.de abrufbar. "Durch die Anonymität des Netzes ist es für Täter leicht, mit Minderjährigen in Kontakt zu treten, die die Gefahren sexueller Gewalt durch das Internet oft nicht richtig einschätzen und erkennen können", erklärte Johannes-Wilhelm Rörig vor dem Safer Internet Day an diesem Dienstag in Berlin.

Viele Fachkräfte, aber auch Eltern, wüssten nicht, wie sie Kinder und Jugendliche im Netz begleiten könnten und wie sie damit umgehen sollten, wenn Mädchen und Jungen bereits mit verstörenden Seiten oder sexuellen Übergriffen im Netz konfrontiert wurden. 

Stärkeres Engagement für den Schutz von Kindern und Jugendlichen

"Wir dürfen Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte beim Thema sexuelle Gewalt durch digitale Medien nicht länger alleine lassen", so Rörig. Er forderte eine grundlegende Reform des Kinder- und Jugendmedienschutzes: "Immer mehr Minderjährige erleiden sexuelle Übergriffe durch Cybergrooming, durch die Erpressung und Bloßstellung im Zusammenhang mit Sexting und durch die ungewollte Konfrontation mit Pornografie und Exhibitionismus."

Bund und Länder müssten beim Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt endlich Farbe bekennen – auch und gerade gegenüber der IT-Wirtschaft.

Stärkeres Engagement zum Schutz von Kindern

Von den Internet-Unternehmen fordert Rörig ein deutlich stärkeres Engagement für den Schutz von Kindern und Jugendlichen: "Die IT-Wirtschaft sollte gesetzlich verpflichtet werden, maximalen Kinder- und Jugendschutz im Netz zu gewährleisten."

IT-Unternehmen könnten wirksame Zugangsbeschränkungen und Identifikationsverfahren schaffen, realistische Alterskennzeichnungen vornehmen, leicht sichtbare und niedrigschwellige Beschwerdemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche einrichten und mit Fachpersonal besetzen sowie kinder- und jugendschutzgerechte Grundkonfigurationen in ihren Apps einführen.

(KNA)

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