Die Friedenslichtlaterne
Die Friedenslichtlaterne
Anne Segbers
Anne Segbers

16.12.2018

Das Friedenslicht von Bethlehem wird ausgesendet "Frieden ist nur in Vielfalt möglich"

Von Bethlehem aus geht das Friedenslicht auf seine Reise durch die Welt – als Symbol für den Frieden im öffentlichen und privaten Raum. In diesem Jahr soll das Licht vor allem auch für die Vielfalt stehen. 

DOMRADIO.DE: Das kleine Licht ist ein kleines Licht, das Tausende von Kilometern zurücklegt. Sie helfen ehrenamtlich mit. Warum ist Ihnen das wichtig?

Anne Segbers (Ehrenamtliche der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg): Das Friedenslicht ist ein ganz tolles Symbol dafür, dass jeder etwas für Frieden tun kann, weil das eben weitergegeben wird. Und zwar über große Distanzen – von Bethlehem, nach Österreich, hier nach Köln – geht es in die Gemeinden. Jeder trägt es nach Hause und gibt auch einen Teil von sich weiter, um dieses Licht und den Frieden weiter zu tragen.

DOMRADIO.DE: In Bethlehem wird es entzündet. Wie geht die Reise dann weiter?

Segbers: Genau, in der Geburtskirche in Bethlehem wird es entzündet und kommt dann mit dem Flugzeug nach Wien, denn es ist ursprünglich eine österreichische Aktion. So einfach ist das tatsächlich nicht, denn man braucht einen explosionssicheren Behälter, damit es im Flugzeug überhaupt mitreisen darf; ebenso gehören dazu ganz viele Sondergenehmigungen. In Linz gab es eine Feier, an der Delegationen aus unterschiedlichen Ländern hinreisen und das Licht abholen.

DOMRADIO.DE: So kam es also bis nach Köln. Heute wird es während eines Gottesdiensts im Kölner Dom ausgesendet. Wohin wird es weitergetragen?

Segbers: Von hier aus wird das Friedenslicht von den etwa 1.500 Pfadfinderinnen und Pfadfindern weiter in die Gemeinden des Erzbistums Köln getragen. Nebenbei bemerkt nehmen einige auch den Zug dafür, in dem es übrigens ebenso strenge Vorschriften gibt. Sofern es geht, wird das Licht heute noch in Gottesdienste, zu den Menschen und in Sozialeinrichtungen wie Krankenhäuser und Altenheime getragen.

DOMRADIO.DE: Ist es möglich, dass man auch ganz privat mit einer kleinen Kerze kommt und sich das Friedenslicht mitnimmt?

Segbers: Ja, klar das ist überhaupt kein Problem. Jeder kann das Friedenslicht mitnehmen und auch weitertragen – das müssen jetzt nicht immer Pfadfinderinnen und Pfadfinder sein. In vielen Gemeinden steht das Friedenslicht auch in der Weihnachtszeit noch in der Krippe und kann mit nach Hause genommen werden.

DOMRADIO.DE: Dieses Jahr ist das Motto Frieden braucht Vielfalt. Welches Zeichen setzt das Friedenslicht damit genau?

Segbers: Pfadfinder und Pfadfinderinnen stehen innerhalb der Kirche und der Gesellschaft ja ganz stark für Vielfalt. Sie setzen sich gegen Rassismus, gegen religiöse Intoleranz, für sexuelle Vielfalt ein und deshalb machen wir nach dem Gottesdienst im Kölner Dom auch nach draußen ziehen und eine kleine Demo machen – für Frieden und Vielfalt. Wir möchten ein sichtbares Zeichen setzen und nicht nur im Dom das Friedenslicht verteilen.

Das Gespräch führte Beatrice Steineke.

(DR)

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