EKD befasst sich mit der Judenmission
Juden feiern Rosch ha-Schana

05.09.2021

Kirchen sind solidarisch gegen Antisemitismus Grußwort zum jüdischen Neujahrsfest

Die beiden großen christlichen Kirchen in Nordrhein-Westfalen haben zum diesjährigen jüdischen Neujahrsfest den jüdischen Gemeinden ihre Solidarität gegen antisemitische Tendenzen versichert. Sie könnten dazu viel leisten.

Nicht zuletzt durch die Gewalteskalation im Nahen Osten komme es immer wieder zu Attacken gegen jüdische Einrichtungen oder Menschen auch in Deutschland, erklärten die fünf katholischen Bistümer und drei evangelischen Landeskirchen in einem am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Grußwort an die jüdischen Gemeinden zum jüdischen Neujahrsfest "Rosch HaSchana". Die christlichen Kirchen seien sich bewusst, dass sie selbst einen großen Beitrag dazu leisten können, Antisemitismus entgegenzuwirken.

Zugleich übermittelten die Kirchenrepräsentanten Glückwünsche für das Jubiläumsjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland". Die Kirchen betonten in dem Grußwort "eine starke Verbundenheit mit dem jüdischen Leben in Deutschland". "Diese Erfahrungen wollen wir vertiefen", heißt es in dem Schreiben der rheinischen, westfälischen und lippischen Kirche sowie der Erzbistümer Köln und Paderborn und der Bistümer Aachen, Münster und Essen.

Wichtigen jüdschen Feste beginnen

Mit dem jüdischen Neujahrsfest, das Jüdinnen und Juden 2021 zwischen dem 6. und dem 8. September feiern, beginnen die wichtigen Feste im jüdischen Jahr, die in den darauffolgenden Tagen begangen werden. Mit "Rosch HaSchana" ("Kopf des Jahres") beginnt nach jüdischer Zählung das Jahr 5782.

Unterzeichner des Grußwortes sind der rheinische Präses Thorsten Latzel, die westfälische Präses Annette Kurschus, der lippische Landessuperintendent Dietmar Arends, der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki, der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker, der Aachener Bischof Helmut Dieser, der Münsteraner Bischof Felix Genn und der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck.

(epd)

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