Michael Blume
Michael Blume

03.12.2020

Neue Buchstabiertafel will jüdische Namen wieder aufgreifen "'D' wie David" statt "Dora"

"'A' wie Anton, 'B' wie Berta": Im Zuge der Reform der offiziellen Buchstabiertafel soll ab kommendem Herbst wieder die Version der Weimarer Zeit eingesetzt werden. Die Nationalsozialisten hatten jüdischen Namen aus der Buchstabiertafel getilgt.

Nach Informationen der Funke Mediengruppe (Donnerstag) hat die künftige Umsetzung der Arbeitsausschuss des Deutschen Instituts für Normung (DIN) beschlossen.

Es ist eine Entscheidung mit Symbolcharakter: Die Nationalsozialisten hatten 1934 alle jüdischen Namen aus der damaligen Buchstabiertafel gestrichen.

So wurde aus "'D' wie David" zum Beispiel "Dora", aus "Nathan" "Nordpol". Zwar gab es 1950 eine Überarbeitung, die aber die meisten gestrichenen Namen nicht wieder aufnahm.

Antisemitismusbeauftragter als Initiator

Im kommenden Herbst soll ein Reformvorschlag für eine neue normierte Buchstabiertabelle vorgelegt werden, für die voraussichtlich überwiegend Städtenamen verwendet werden. Zeitgleich soll wieder die Weimarer Tabelle zum Einsatz kommen - und zwar so lange, bis die endgültige Reform im dritten Quartal 2022 in Kraft tritt.

Initiator der Aktion ist der Antisemitismusbeauftragte von Baden-Württemberg, Michael Blume. Er hatte einen Brief an das DIN geschrieben und sich für eine temporäre Rückkehr zur alten Buchstabiertafel ausgesprochen. "Mir geht es darum, dass die Tabelle der Nationalsozialisten nicht einfach weiter übernommen wird. Es ist ein schönes Signal für das Jahr, in dem wir 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschlands feiern, deutlich zu machen, wie die Tabelle ursprünglich aussah", sagte Blume.

(KNA)

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