Ein altes jüdisches Gebetsbuch und eine Kippa
Ein altes jüdisches Gebetsbuch und eine Kippa
Antisemitismus-Beauftragter warnt vor BDS-Bewegung
Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung: Felix Klein

25.10.2019

Felix Klein sieht "neuen Höhepunkt" des Antisemitismus "Hemmschwellen sind gesunken"

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat vor einem "neuen Höhepunkt" des Antisemitismus in Deutschland gewarnt. Die Hemmschwellen - vor allem im Internet - seien gesunken.

"Antisemitismus war in bürgerlichen Kreisen in Deutschland immer vorhanden. Doch heute äußern sich die Menschen offener. Die Hemmschwellen sind gesunken, zum Beispiel durch die Verbreitung von Hass und die Verrohung im Internet", sagte Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). In der politischen Kultur sei der Umgang rauer geworden, wozu auch die AfD beigetragen habe.

Klein reagierte auf eine neue Studie des Jüdischen Weltkongresses, wonach 27 Prozent der Deutschen antisemitische Gedanken hegen. "Die bisherigen Umfragen gingen davon aus, dass rund 15 bis 20 Prozent der Deutschen latent antisemitische Einstellungen haben", so Klein. "Der Israel bezogene Antisemitismus in Deutschland liegt mit 40 Prozent sogar noch deutlich höher."

Viele antisemitische Straftaten würden eingestellt

Klein sieht Staat und Gesellschaft viel stärker in der Pflicht. "Es ist skandalös, dass viele Verfahren zu antisemitischen Straftaten von den Staatsanwaltschaften eingestellt werden." Die Gerichte müssten Antisemitismus stärker ahnden.

Die Gesellschaft insgesamt mahnte Klein zu mehr Wachsamkeit. "Wenn am Arbeitsplatz oder im Privatleben Sprüche kommen wie 'Juden haben zu viel Einfluss', müssen Leute etwas dagegen sagen. Dann muss man im Zweifelsfall auch mal die Harmonie einer Feier stören. Wir brauchen mehr Zivilcourage", forderte der Antisemitismusbeauftragte. "Es wäre gut, wenn es in Deutschland mehr Solidaritätsbekundungen mit Juden gäbe - und zwar nicht erst, wenn etwas passiert wie bei dem rechtsextremen Anschlag in Halle."

Botschafter: Daten sind besorgniserregend

Auch Israels Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, zeigte sich mit Blick auf die Umfrage alarmiert. "Die Daten sind besorgniserregend. Sie sollten jeden deutschen Bürger beunruhigen, der dem Fortbestand der deutschen Demokratie und der Toleranz verpflichtet ist", sagte Issacharoff den Zeitungen. "Wir hoffen und erwarten, dass die deutschen Behörden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Erscheinungsformen des Antisemitismus zu beseitigen."

 

(KNA)

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