Juden an der Klagemauer
Juden an der Klagemauer
Klagemauer in Jerusalem
Klagemauer in Jerusalem

23.07.2018

Stein aus Klagemauer auf Gebetsbereich gestürzt Betende entkommen Katastrophe

Schrecksekunde an der Klagemauer in Jerusalem: Dort hat sich ein rund 100 Kilogramm schwerer Stein aus der Klagemauer gelöst und ist auf den darunterliegenden "egalitären" Gebetsbereich gestürzt. Offenbar wurde niemand verletzt.

Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat kündigte regelmäßige Kontrollen an. Den "egalitären" Bereich sollen Frauen und Männer gemeinsam nutzen dürfen.

Großes Wunder

Barkat bezeichnete es laut einem Bericht des Senders "Arutz Scheva" als "großes Wunder", dass eine unmittelbar neben der Einschlagstelle stehende Beterin nicht verletzt wurde. Er kündigte an, bei dem für die Stätte zuständigen Büro des Ministerpräsidenten regelmäßige Kontrollen durch die Antikenbehörde zu beantragen. Damit sollen Zerfallsprozesse verhindert und sichere Besuche der Klagemauer gewährleistet werden.

Experten der Israelischen Antikenbehörde haben derweil Berichten zufolge die Untersuchung der betroffenen Stelle aufgenommen. Auslöser des Steinsturzes könnten etwa in den Fugen wachsende Pflanzen oder eingeschlossene Feuchtigkeit sein.

Der Zwischenfall ereignete sich am Morgen nach dem jüdischen Gedenktag der Zerstörung des Jerusalemer Tempels "Tischa Be'Av", zu dem Tausende jüdische Beter die heilige Stätte besuchten.

Seit Jahrzehnten nicht gegeben

Der für die Klagemauer zuständige Rabbiner Schmuel Rabbinowitsch bezeichnete das Ereignis nach Angaben der Tageszeitung "Jerusalem Post" als "außerordentlich und selten". Derartige Zwischenfälle habe es seit Jahrzehnten nicht gegeben.

"Die Tatsache, dass solch ein mächtiges Ereignis nach dem Fasten von Tischa Be'Av geschah, in dem wir die Zerstörung unseres Tempels betrauern, wirft Fragen auf, für die der Mensch zu klein ist, und die eine Buchführung der Seele erfordern", sagte er unter Verweis auf das jüdische Konzept der als "Cheschbon Nefesh" bezeichneten kritischen Selbstbetrachtung.

Nach einer Studie von 2014 verfallen bestimmte Teile der Klagemauer aufgrund ihrer Beschaffenheit deutlich schneller als andere und gefährden damit möglicherweise die Stabilität der Stätte.

Zwist um "egalitären" Gebetsbereich

Der "egalitäre" Gebetsbereich am sogenannten Robinson-Bogen zwischen dem Klagemauerplatz und dem benachbarten Archäologiepark ist seit längerem Gegenstand eines Streits zwischen strengreligiösen und reformorientierten Juden.

Nichtorthodoxe Juden fordern unter anderem das Recht, gemeinsame Gebete von Männern und Frauen vorzunehmen sowie Frauen zu erlauben, aus der Thora zu lesen und Gebetsschals und -riemen zu tragen. Das für die Klagemauer zuständige Rabbinat und orthodox-jüdische Vertreter sehen darin eine Verletzung des jüdischen Religionsrechts.

(KNA)

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