EuGH spricht Urteil zu rituellen Schlachtungen
EuGH spricht Urteil zu rituellen Schlachtungen
Oberrabiner Pinchas Goldschmidt
Oberrabiner Pinchas Goldschmidt

30.05.2018

Positive Reaktionen auf Urteil zu rituellen Schlachtungen "Kein Problem damit"

Zum jüngsten Urteil zu rituellen Schlachtungen kommen positive Reaktionen von jüdischer Seite. "Wir haben kein Problem mit diesem Urteil", betonte der Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz, Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt.

Er äußerte sich gegenüber der Deutschen Welle. Ähnlich formulierte der stellvertretende Generalsekretär des Jüdischen Weltkongresses, Maram Stern. Er nannte das Urteil unproblematisch. Der Gerichtshof unterstreiche "ausdrücklich das Recht der Religionsgemeinschaften auf das Schächten", sagte er der Deutschen Welle.

"Dass dieses Recht gewissen Standards genügen muss, insbesondere auch im Hinblick das Tierwohl, ist nichts Neues. Das wird im Übrigen beim koscheren Schlachten sowieso verlangt. Wichtig für uns Juden ist, dass das rituelle Schächten nicht mit falschen Argumenten ganz untersagt wird." Hier habe die EU eine "wichtige Wächterfunktion".

Urteil des Europäischen Gerichtshofes

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte am Dienstag seine Entscheidung veröffentlicht, wonach rituelle Schlachtungen ohne Betäubung nur in zugelassenen Schlachthöfen vorgenommen werden dürfen. Der EuGH hatte betont, dass die in dem Urteil genannte Verpflichtung nicht die Religionsfreiheit beeinträchtige. Durch die Regel würden rituelle Schlachtungen "lediglich" organisiert und Vorgaben etwa zum Tierwohl und der Gesundheit der Konsumenten gemacht. Die Vorgaben beschränkten deshalb nicht das Recht von Muslimen auf Religionsfreiheit, so der EuGH. Rituelle Schlachtungen fielen unter den Begriff "religiöser Ritus" und seien durch die EU-Grundrechtecharta geschützt.

Mehrere islamische Vereinigungen und Moschee-Dachverbände aus Belgien hatten die Region Flandern 2016 verklagt, weil sie das Schächten ohne Betäubung in temporären Schlachtstätten verboten hatte. Die Verbände argumentierten, dass das Verbot gegen die Religionsfreiheit verstoße.

Rituelle Schlachtmethode

Zudem reichen die Kapazitäten der Schlachthöfe nach Angaben der muslimischen Interessenvertreter während des islamischen Opferfestes nicht aus. Dem EuGH zufolge betrifft dieses Problem jedoch nur eine kleine Zahl von Gemeinden in Flandern und beeinträchtigt damit nicht die Gültigkeit der aufgestellten Regel.

Das Schächten ist eine in Islam und Judentum vorgeschriebene rituelle Schlachtmethode, die den Verzehr von unblutigem Fleisch ermöglicht.

Dabei werden den Tieren die Halsschlagadern sowie die Luft- und Speiseröhre mit einem Schnitt durchtrennt. Auf eine Betäubung wird verzichtet, so dass das Tier wegen des noch aktiven Kreislaufs vollständig ausbluten kann. Der Genuss von Blut ist in beiden Religionen verboten. In Deutschland ist das Schächten mit Blick auf die Religionsfreiheit unter Auflagen erlaubt.

(KNA)

Weltjugendtag in Panama

Panama

"Loss mer singe för doheim"

Die große Loss mer singe Radioparty am 25. Januar ab 18 Uhr nur im DOMRADIO!

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wort des Bischofs - Das Buch

Alle Impulse aus den Jahren 2017/18 jetzt auch als Buch!

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

Mit Willibert in die Heilige Stadt

Im November 2019 ist es soweit: Erkunden Sie das ehrwürdige Rom auf dieser Pilgereise mit dem Rom-Kenner Willibert Pauels, Karnevalsfreunden und DOMRADIO.DE Besuchern auch bekannt als "ne Bergische Jung"!

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 18.01.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

  • Kölner Katholiken feiern Friedensgottesdienst im Dom
  • "Überwältigend!" - Gastfreundschaft bei Tage der Begegnung begeistert
  • Mehr Öko! - "Wir haben es satt"-Demo am Samstag in Berlin
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Gebetswoche für die Einheit der Christen beginnt
  • Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB) zu 100 Jahre Frauenwahlrecht
  • Care for Integration – Geflüchtete werden Altenpflegehelfer
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Gebetswoche für die Einheit der Christen beginnt
  • Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB) zu 100 Jahre Frauenwahlrecht
  • Care for Integration – Geflüchtete werden Altenpflegehelfer
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • 100 Jahre Bauhaus: Diakonissen-Mutterhaus Elbingerode ist einziges Bauhaus Kloster in Deutschland
  • Grüne Woche in Berlin: Gepa zu Armutsbekämpfung
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • 100 Jahre Bauhaus: Diakonissen-Mutterhaus Elbingerode ist einziges Bauhaus Kloster in Deutschland
  • Grüne Woche in Berlin: Gepa zu Armutsbekämpfung
19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • Mehr Öko! - "Wir haben es satt"-Demo am Samstag in Berlin
  • Kölner Katholiken feiern Friedensgottesdienst im Dom
  • Care for Integration – Geflüchtete werden Altenpflegehelfer
  • Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB) zu 100 Jahre Frauenwahlrecht
  • Gebetswoche für die Einheit der Christen beginnt
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.