Jerusalemer Altstadt
Security in der Jerusalemer Altstadt
Isreals Polizei patroulliert in Jerusalemer Altstadt
Isreals Polizei patroulliert in Jerusalemer Altstadt

05.10.2015

Sperrung der Jerusalemer Altstadt für auswärtige Palästinenser Tote bei Messerattacken in Israel

Nach mehreren blutigen Angriffen haben Israels Behörden die Jerusalemer Altstadt für auswärtige Palästinenser gesperrt. Auslöser für den beispiellosen Schritt waren zwei Messerattacken, bei denen zwei jüdische Männer getötet wurden.

Drei weitere Personen wurden bei dem Angriff verletzt. Die beiden Attentäter wurden erschossen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rief am Sonntag sein Sicherheitskabinett zusammen und kündigte eine "harte Antwort auf den palästinensischen islamistischen Terrorismus" an. Am Sonntag kam es an verschiedenen Orten des Westjordanlands zu Ausschreitungen zwischen Palästinensern und dem israelischen Militär.

Attentäter von Sicherheitskräften erschossen

Am Samstagabend hatte ein Palästinenser in Jerusalem ultraorthodoxe jüdische Besucher der Klagemauer mit dem Messer attackiert. Ein 41-jähriger Rabbiner starb. Auch ein 21-jähriger Mann kam ums Leben; seine 22-jährige Ehefrau erlitt schwere Verwundungen, ihr zweijähriger Sohn wurde leicht verletzt. Ein weiteres, erst wenige Monate altes Kind blieb unversehrt. Am Sonntagmorgen stach ein Attentäter auf einen 15-jährigen jüdischen Jugendlichen ein und verletzte ihn leicht. Der Angreifer wurde ebenso wie der Täter am Vorabend von Sicherheitskräften erschossen.

Jersusalemer Altstadt für Palästinenser gesperrt

Die Polizei untersagte daraufhin Palästinensern für 48 Stunden den Zutritt zur Jersusalemer Altstadt. Ausgenommen sind Personen, die dort wohnen oder ein Geschäft betreiben, sowie Israelis, Touristen und Schüler, die eine Schule in der Altstadt besuchen. Muslime dürfen die Al-Aksa-Moschee und den Felsendom nur über das sogenannte Löwentor im Osten betreten. Der Zugang ist auf Männer über 50 und Frauen beschränkt.

Gegen diese Maßnahmen gab es laut israelischen Medienberichten am Sonntag teils gewaltsame Proteste an verschiedenen Orten des palästinensischen Westjordanlands. Polizei und Militär seien mit Schusswaffen und Tränengas gegen die meist jugendlichen Demonstranten vorgegangen. Es habe Dutzende Verletzte gegeben. Palästinenser berichteten auch von Angriffen durch jüdische Siedler. Das israelische Militär richtete Medienangaben zufolge auf Straßen des Westjordanlands zusätzliche Kontrollposten ein.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verschiebt Deutschlandbesuch

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der am Sonntag aus den USA zurückkehrte, berief Verteidigungsminister Moshe Yaalon sowie die Spitzen des Generalstabs und des Geheimdienstes zu Beratungen ein. Zugleich kritisierte er Palästinenserpräsident Mahmud Abbas dafür, dass er den Attentäter von Samstagabend als "Helden" bezeichnet habe. Netanjahu kündigte an, wegen der aktuellen Lage seinen für diese Woche geplanten Deutschland erst am Mittwoch statt am Dienstag zu beginnen. Das bestätigte die israelische Botschaft in Berlin.

 

(KNA)

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Lieblingsorte im Kölner Dom

Dompropst, Dommusiker, Domlektorin, Domdechant und andere mehr: Sie alle haben uns ihre Lieblingsorte im Kölner Dom verraten.

Schabbat Shalom: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – der Podcast

Jeden Freitag nehmen uns junge Jüd:innen in diesem Podcast mit in die Welt des Judentums. 

Tageskalender

Radioprogramm

 25.09.2021
06:30 - 11:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

11:11 - 11:15 Uhr

Wort zum Samstag

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

16:00 - 19:00 Uhr

Der gute Draht nach oben!

16:00 - 19:00 Uhr

Der gute Draht nach oben!

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

Lichterfeier aus Taize

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Himmelklar Podcast

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Die ganze Bibel im Ohr! Jetzt spenden!