27.11.2007

Jerusalem Foundation zieht nach 40 Jahren positive Bilanz Friedliches Zusammenleben fördern

Die Jerusalem Foundation hat 40 Jahre nach ihrer Gründung eine positive Bilanz ihrer Israel-Arbeit gezogen. Der Stiftung sei es vor allem in Jerusalem gelungen, ein friedliches Zusammenleben zwischen Juden, Muslimen und den verschiedenen christlichen Konfessionen zu fördern, sagten die Präsidentin der Organisation, Ruth Cheshin, und der Vorsitzende des deutschen Zweigs, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU), am Montagabend bei einem Festakt in Düsseldorf. In vier Jahrzehnten seien 2.000 kulturelle und soziale Projekte gefördert worden.

Ex-Außenminister Klaus Kinkel (FDP) äußerte in seiner Festrede den Wunsch, dass Jerusalem weltweit zum Vorbild für ein Zusammenleben der Kulturen werde. Die Stadt solle beweisen, "dass Vielfalt nicht Bedrohung bedeutet, sondern Bereicherung". Als positives Beispiel nannte der Politiker die von der Stiftung gegründeten "Hand in Hand"-Schulen, an denen arabische und jüdische Kinder gemeinsam und zweisprachig unterrichtet werden. "Das ist gelebte Versöhnung." Cheshin erläuterte, "durch solche Projekte wollen wir die friedliche Koexistenz von Muslimen und Juden erreichen".Schmerhafte Kompromisse nötigMit Blick auf die Nahostkonferenz in den USA sagte Kinkel:"Israel und Palästina werden in den nächsten Jahren schmerzhafte Kompromisse schließen müssen. Wir werden ihnen den notwendigen Ausgleich nicht abnehmen können, und schon gar nicht dürfen wir ihnen eine Lösung diktieren." Nur die Vereinigten Staaten verfügen nach Einschätzung des früheren Ministers über das notwendige Gewicht, um Bewegung in den Konflikt zu bringen. Europa dürfe seine Möglichkeiten nicht überschätzen. "Nach wie vor sind wir mehr wirtschaftlich als politisch gefragt."Rüttgers: Partnerschaften mit Israel ausbauenRüttgers betonte, die Bundesrepublik solle ihre Zusammenarbeit mit Israel ausbauen. Es gebe allein mit Nordrhein-Westfalen 30Städte- und 41 Schulpartnerschaften sowie 16 Hochschulkooperationen. "Sie sind ein gutes Zeichen. Es müssen aber noch mehr werden", so der CDU-Politiker. Ein Schwerpunkt der künftigen Zusammenarbeit mit Israel liege in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem.US-Präsident George W. Bush mahnte unterdessen zum Beginn der internationalen Nahostkonferenz die Kompromissbereitschaft der Konfliktparteien an. Um Frieden und eine gerechte Zwei-Staaten-Lösung zu erzielen, seien "schwierige Kompromisse"nötig. Die USA wollen bei der Konferenz neue Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern auf den Weg zu bringen.Die Jerusalem Foundation war 1966 vom damaligen Bürgermeister der Stadt, dem zu Jahresbeginn verstorbenen Teddy Kollek, ins Leben gerufen worden. 1975 entstand der deutsche Zweig. Ziel der Stiftung ist die Förderung einer "offenen, pluralistischen und modernen Gesellschaft" in Jerusalem. Unterstützt werden interkulturelle Projekte, der Erhalt des historischen Erbes, Einrichtungen der Wissenschaft, Erziehung und Medizin sowieFreizeit- und Sportanlagen. Schwesterorganisationen bestehen in Großbritannien, Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz und den USA.

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