Platznot: Münchner Jesuiten stellen Muslimen Gebetsraum zur Verfügung
Kirche und Moschee

02.01.2019

Berliner Notfallseelsorge kooperiert ab 2019 mit Muslimen Gemeinsam da sein

Die Berliner Notfallseelsorge bekommt ab 2019 offiziell auch muslimische freiwillige Mitarbeiter. Ein entsprechender Kooperationsvertrag werde am 10. Januar unterzeichnet, sagte der evangelische Landespfarrer, Justus Münster, für Notfallseelsorge im Sprengel Berlin.

Neben Evangelischer Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Erzbistum Berlin, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, Arbeiter-Samariter-Bund, Rotem Kreuz und Deutscher Lebensrettungs-Gesellschaft wird die muslimische Notfallseelsorge dann der achte Partner der Berliner Notfallseelsorge sein, sagte Justus Münster, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Aktuell sind in Berlin rund 150 Frauen und Männer ehrenamtlich für die Notfallseelsorge und Krisenintervention aktiv. Sie werden etwa 350 Mal pro Jahr gerufen. In Unglücksfällen betreuen Notfallhelfer Angehörige von Opfern, aber auch Ersthelfer an Unglücksorten wie Mitarbeiter von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei sowie andere Betroffene. Alle ehrenamtlichen Notfallhelfer werden für ihren Einsatz professionell geschult.

In Berlin werde die Notfallseelsorge auch mit den muslimischen Kollegen inklusiv gestaltet, betonte Münster: "Wir arbeiten alle auf Augenhöhe." Beim Einsatz spiele der weltanschauliche oder religiöse Hintergrund keine Rolle. "Wir finden, es ist an der Zeit, dass Mustafa so selbstverständlich zu Gertrud fährt wie umgekehrt Günther zu Aische", sagte Münster: "Die wichtige Botschaft beim Einsatz ist, ich bin für Dich da!"

Auch woanders kooperien Muslime und Christen

Es gebe auch Hilfskooperationen mit muslimischen Notfallseelsorgern im Rheinland, in Mannheim und Frankfurt am Main, sagte Münster. Muslime würden dort jedoch nur an Einsatzorte hinzugerufen, wenn dies ausdrücklich gewünscht werde. In der Praxis arbeite die Berliner Notfallseelsorge bereits seit 2016 mit rund 20 muslimischen Mitarbeitern zusammen, sagte Münster weiter. Dabei seien gleich zwei "Nagelproben" mit Großereignissen zu bewältigen gewesen. So habe die Berliner Notfallseelsorge nach dem islamistischen Terroranschlag im Juli 2016 im französischen Nizza rund 200 Berliner Schüler betreut, die in Nizza auf Klassenfahrt waren. "Da waren muslimische Helfer selbstverständlich dabei, die Religion der Helfer spielte keine Rolle", betonte Münster: "Die Menschen waren einfach nur froh, dass jemand da war." Bei dem Anschlag wurden 86 Menschen getötet, darunter zwei Berliner Schülerinnen.

Die zweite Nagelprobe sei der islamistische Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016 mit elf Todesopfern gewesen. Damals hätten ebenfalls muslimische Mitarbeiter Hilfe angeboten. Wenn Angehörige oder andere Betroffene ausdrücklich wünschten, etwa von einem evangelischen Pfarrer betreut zu werden, werde versucht, das auch möglich zu machen, sagte Münster. Grundsätzlich zeigten aber die guten Erfahrungen, dass "unser inklusiver Ansatz genau richtig ist".

Christine Xuân Müller
(epd)

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