Einblicke in Moscheen in Deutschland
Einblicke in Moscheen in Deutschland

03.10.2018

Tag der offenen Moschee Dialog gegen Spaltung der Gesellschaft

Mit einem speziellen Tag versuchen Muslime seit Jahren, Vorurteile abzubauen. Der Dialog soll auch dabei helfen, das schlechte Image des Islams in einigen Teilen Deutschlands zu verbessern. An diesem Mittwoch öffnen die Moscheentüren.

Über 1.000 muslimische Gotteshäuser in Deutschland öffnen am Mittwoch zum Tag der offenen Moschee ihre Türen. Unter dem Motto "Religiosität - individuell, natürlich, normal" finden bundesweit Veranstaltungen mit Begegnung, Austausch und gegenseitigem Kennenlernen statt, wie die islamischen Dachverbände ankündigten.

Persönliche Begegnungen wichtig

"Die letzten Verwerfungen zwischen der Türkei und Deutschland haben gezeigt, wie wichtig und notwendig das persönliche Gespräch ist", sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Montag in Köln.

Den Tag der offenen Moschee organisieren seit über 20 Jahren die muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland. Jedes Jahr nehmen rund 100.000 Menschen an den Veranstaltungen teil. Dass die Moscheen am Tag der Deutschen Einheit ihre Türen öffneten, sei kein Zufall, erklärte Mazyek: "Das ist ein Tag der Freude für die deutschen Muslime." Es sei sehr eindrucksvoll zu sehen, wie Gemeindemitglieder mit anderen Bürgern das Gespräch suchten.

Bundesweit gibt es dem Zentralrat zufolge rund 2500 Moscheen. Viele lägen in Hinterhöfen, nur etwa 900 seien öffentlich erkennbar.

Auftaktveranstaltung in Kölner Ditib-Moschee

Anlässlich des Aktionstags ist den Angaben zufolge eine Auftaktveranstaltung des Koordinationsrates der Muslime in der Zentralmoschee des türkisch-islamischen Verbandes Ditib in Köln-Ehrenfeld geplant. Neben dem nordrhein-westfälischen Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) kommen auch Cefli Ademi vom Zentrum für Islamische Theologie in Münster und Detlef Görrig, Referent für Interreligiösen Dialog im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Erol Pürlü vom Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) übernimmt nach Mazyeks Worten das Amt des Sprechers des Koordinationsrates, in dem sich die muslimischen Dachverbände VIKZ, Ditib, Zentralrat und Islamrat zusammengeschlossen haben. Die Verbände stellen reihum jeweils für ein halbes Jahr den Sprecher.

Pürlü folgt auf Burhan Kesici vom Islamrat. Der 1969 geborene muslimische Theologe Pürlü übernimmt den Posten bereits zum sechsten Mal, zuletzt war er von Oktober 2016 bis März 2017 Sprecher.

(epd)

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