Muslimische Frauen stehen in einer Schlange, um zu prüfen, ob ihre Namen im nationalen Bürgerregister eingetragen sind
Muslimische Frauen stehen in einer Schlange, um zu prüfen, ob ihre Namen im nationalen Bürgerregister eingetragen sind

31.07.2018

Vier Millionen indischen Muslimen droht Ausbürgerung "Fremdkörper" und "Eindringlinge"

In Indien sorgt ein neues Bürgerregister in Assam für Aufregung. Dort sind nur jene gelistet, die bereits vor 1971 dort gelebt haben – dem Jahr, als viele vor dem Krieg in Bangladesch nach Indien flohen. Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm.

Menschenrechtsorganisationen sehen mit Sorge eine mögliche Aberkennung der indischen Staatsbürgerschaft von vier Millionen Muslimen in Assam und ihre drohende Ausbürgerung nach Bangladesch. Assam strebe seit langem nach einer "Wahrung seiner ethnischen Identität", erklärten Human Rights Watch und Amnesty International am Dienstag in Neu Delhi. Millionen Menschen zu Staatenlosen zu machen, sei aber keine Antwort.

Assam wird von der hindu-nationalistischen Partei BJP regiert, die auch die Zentralregierung in Neu Delhi stellt. Die Hindu-Nationalisten streben ein Indien nur für Hindus an. Muslime als auch Christen gelten als "Fremdkörper" und "Eindringlinge".

Eine vorläufige Bürgerliste

Indien hat in dieser Woche anhand eines vorläufigen Bürgerregisters vier Millionen Menschen im Bundesstaat Assam faktisch die Staatsbürgerschaft entzogen. Diese vorläufige Bürgerliste umfasst nur Einwohner, die vor Mitternacht des 24. März 1971 nachweislich in Assam gelebt haben. Am 25. März 1971 begann der Krieg zwischen Pakistan und Ostpakistan, in den Indien auf der Seite Ostpakistans eingriff. Pakistan verlor den Krieg, aus dem Ostpakistan als unabhängiger Staat Bangladesch hervorging. Millionen muslimische Bengalen flohen damals vor dem Krieg über die Grenze ins indische Assam.

Einstufung als "illigaler Ausländer"

Indiens Regierung kündigte an, wer nicht auf der Bürgerliste stehe, werde als illegaler Ausländer eingestuft. Den Muslimen in Assam drohe Abschiebung oder Unterbringung in Lagern und damit ein ähnliches Schicksal wie den Rohingya in Myanmar, so die Menschenrechtler. Auch in Myanmar gelten die Angehörigen der muslimischen Minderheit als staatenlose "illegale Einwanderer" aus Bangladesch. Im Herbst 2017 hatte die Armee von Myanmar gewaltsam rund 700.000 Rohingya nach Bangladesch vertrieben.

Assam hat 32 Millionen Einwohner, von denen eine beträchtliche Minderheit indigenen Völkern angehört. Religiös sind 62 Prozent der Bevölkerung Hindus. Nach dem Bundesstaat Jammu und Kaschmir hat Assam den zweithöchsten muslimischen Bevölkerungsanteil aller indischen Bundesstaaten. Rund vier Prozent der Bevölkerung sind Christen, vor allem aus einigen indigenen Volksgruppen.

(KNA)

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