Betreuung in einer Kita
Ob Zuckerfest, Chanukka oder Weihnachten: In der neuen Kita sollen die Kinder von einander lernen
Muslimische Kita
Muslimische Kita

07.11.2017

Gemeinsame Kita von Christen, Juden und Muslimen geplant "Vielfalt als Normalität"

Es soll ein Ort der Toleranz werden: In Berlin soll erstmals ein multireligiöser Kindergarten entstehen, in dem christliche, jüdische und muslimische Kinder gemeinsam betreut werden. Die jeweiligen Festtage spielen dabei eine große Rolle.

Berlin soll erstmals einen Kindergarten in gemeinsamer Trägerschaft von Christen, Juden und Muslimen erhalten. Die Einrichtung solle bis 2021 im Stadtteil Moabit für 135 Kinder eröffnet werden, kündigte der evangelische Bischof Markus Dröge am Dienstag an. Dort sollen jeweils 45 christliche, jüdische und muslimische Kinder nach den religionspädagogischen Konzepten ihrer Religionsgemeinschaften betreut werden. Träger sind der Evangelische Kirchenkreis Berlin Stadtmitte, Masorti e.V. - Verein zur Förderung der jüdischen Bildung und des jüdischen Lebens, und der Deutschsprachige Muslimkreis Berlin.

Unterdessen kommt auch das Projekt des interreligiösen Bet- und Lehrhauses "House of One" in Berlin-Mitte voran. Er hoffe, dass Anfang 2019 der Grundstein gelegt werden könne, sagte der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge am Dienstag in Berlin. Er äußerte sich nach einem Treffen mit dem Berliner Senat.

Vielfalt als Bereicherung

Nach Angaben des Vereins zur Förderung der jüdischen Bildung soll mit der Kita eine Umgebung geschaffen werden, in "der das Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen in unserer bunten Stadt schon von frühester Kindheit an als Normalität gelebt und gemeinsam gestaltet wird." Religiöse und kulturelle Vielfalt soll als Bereicherung erfahren werden. Der Kitatag soll von den jeweiligen Festtagen gegliedert werden, hieß es weiter.

Nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) prüft der Senat derzeit, ob das Baugrundstück aus Landesbesitz in das Vermögen der Trägerstiftung übergeht oder in Erbpacht zur Verfügung gestellt wird. Müller übernahm die Schirmherrschaft über das Projekt. Er die Gründungsinitiative als "tolle Ergänzung" für die geplanten Kooperationen von Christen, Juden und Muslimen bei einem gemeinsamen Bet- und Lehrhaus "House of One" und einem "Campus der Theologien" an der Humboldt-Universität.

Kubischer Ziegelbau

Träger sind die Evangelische Kirchengemeinde Sankt Petri-Sankt Marien, die Jüdische Gemeinde zu Berlin, das Abraham Geiger Kolleg und der muslimische Verein "Forum Dialog". Sie planen ein Gotteshaus mit getrennten Gebetsräume für Juden, Christen und Muslime sowie einen gemeinsamen Raum der Begegnung. Nach einem Architekten-Wettbewerb liegt ein Entwurf vor, der einen Ziegelbau in kubischen Formen vorsieht. Der Name "House of One" (Haus des Einen) bezieht sich auf den Glauben der beteiligten Religionen an einen Gott.

Die Stiftung veranschlagt die Kosten auf 43 Millionen Euro. Der Bund sicherte bereits 2,2 Millionen Euro zu, das Land Berlin weitere 1,2 Millionen Euro. Darüber hinaus spendeten private Unterstützer aus aller Welt bislang rund 2,1 Millionen Euro. Der Bau soll im Stadtzentrum auf den Fundamenten der kriegszerstörten evangelischen Petrikirche errichtet werden.

(KNA, DR)

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