CSU Generalsekretär Andreas Scheuer
CSU Generalsekretär Andreas Scheuer

02.10.2017

Scheuer fordert scharfes Burkaverbot wie in Österreich "Deutsches Verbötchen muss ausgeweitet werden"

Österreich als Vorbild für Deutschland – CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer fordert ein striktes Verbot von Gesichtsschleiern, wie es jetzt im Nachbarland in Kraft getreten ist. "Ein Verbot ist möglich und notwendig", sagt er.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat ein Verbot von Gesichtsschleiern wie in Österreich auch in Deutschland gefordert. "Ein Verbot ist möglich und notwendig. Das deutsche Verbötchen zur Vollverschleierung muss so wie in anderen Ländern Europas ausgeweitet werden", sagte Scheuer der "Passauer Neuen Presse" am Montag. "Wir geben unsere Identität nicht auf, sondern sind bereit, dafür zu kämpfen. Die Burka gehört nicht zu Deutschland", erklärte der CSU-Politiker. In Österreich trat am Sonntag ein striktes Verbot der islamischen Gesichtsverschleierung in Kraft.

"Sie gehören für mich nicht nach Deutschland."

Innenexperten der Unionsfraktion im Bundestag halten ein solches Verbot dagegen rechtlich nicht für möglich. "Burka und Nikab widersprechen klar unseren Werten und unserem Menschenbild. Sie gehören für mich nicht nach Deutschland. Mit dem Teilverbot, das wir im Frühjahr beschlossen haben, sind wir an die Grenze dessen gegangen, was verfassungsrechtlich möglich ist", erklärte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Harbarth (CDU), im Gespräch mit der PNP. "Ich fürchte, dass ein weitergehendes Verbot nicht mit dem Grundgesetz vereinbar wäre", sagte er.

Bedenken gegen ein Verbot nach österreichischem Vorbild hat auch der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU). "Was das Burka-Verbot anbelangt, haben wir bereits vor wenigen Monaten ein Gesetz verabschiedet, das die Vollverschleierung bei jeglichem Kontakt mit Bundesbehörden und Bundesgerichten verbietet. Mehr ist dem Bund an Regelungszuständigkeit nicht gegeben", sagte er.

(KNA)

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