Fastenbrechen beginnt mit Datteln und einem Becher Wasser
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

24.06.2017

Bundespräsident gratuliert Muslimen Fastenmonat Ramadan endet

Am Samstag endet der islamische Fastenmonat Ramadan. Für Muslime ist das Fasten, das jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres stattfindet, eine der fünf Säulen ihrer Religion. 

Neben dem Pilgern nach Mekka, den täglichen Gebetszeiten, dem Glaubensbekenntnis zu Allah als einzigem Gott und dem Almosengeben ist das Fasten ein Grundbestandteil des Islams. Einmal im Jahr verzichten Muslime weltweit einen Monat lang jeden Tag auf Wasser und Nahrungsmittel; bis zum Sonnenuntergang. Auf das Ende des Ramadan folgt das dreitägige Fest des Fastenbrechens, arabisch 'Id al Fitr.

Durch das Fasten soll deutlich werden, dass die Religion einen höheren Wert hat als das tägliche Leben. Der Ramadan ist auch der Monat der Nächstenliebe und der guten Taten. Der Anfang des Fastenmonats hängt vom Zeitpunkt des Erscheinens der Neumondsichel ab. Die großen islamischen Verbände in Deutschland haben sich auf einen gemeinsamen Zeitrahmen verständigt. Der islamische Fastenmonat Ramadan begann am 27. Mai.

Historische Wurzeln

Der Ramadan erinnert nach islamischer Tradition an die Offenbarung des Koran durch den Erzengel Gabriel an den Propheten Mohammed.

Zwischen dem Beginn der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang ist Muslimen das Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr untersagt. Mit dem Iftar, dem festlichen Abendessen, wird das Fasten täglich beendet. Häufig treffen sich die Gläubigen an den Abenden auch zum gemeinsamen Gebet oder rezitieren zu Hause Suren des Koran.

Religionsübergreifende Tradition

Ausgeschlossen von der Fastenpflicht sind nur Reisende, Schwangere, stillende Mütter, Kinder, Kranke und Alte. Das religiös motivierte Fasten ist nicht nur ein muslimisches Phänomen. So begehen Christen eine 40-tägige Fastenzeit vor Ostern.

Die Angehörigen der Ostkirchen befolgen vier Fastenzeiten im Kirchenjahr. Auch im Buddhismus gibt es eine Fastentradition.

Glückwünsche vom Bundespräsidenten

In einer Grußbotschaft zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für mehr Miteinander der Religionen aufgerufen. Die Freude über das Fest des Fastenbrechens "sollte uns über die Grenzen unserer Religionen hinweg noch stärker verbinden", erklärte Steinmeier in Berlin.

"Muslime, Juden und Christen teilen nicht nur die Freude an der Gemeinschaft, sie teilen auch den Glauben an einen barmherzigen Gott", so der Bundespräsident.

(KNA)

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