Symbolbild: Interreligiöser Dialog
Symbolbild: Interreligiöser Dialog

18.08.2021

Hilfswerk mahnt zu mehr Anstrengungen im interreligiösen Dialog Gespräch und Versöhnung suchen

Das katholische Hilfswerk missio Aachen mahnt zu stärkeren Anstrengungen im weltweiten interreligiösen Dialog. Anlass ist der "Internationale Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalt aufgrund von Religion oder Glauben" der UN.

"Wenn von Gewalt im Namen der Religionen die Rede ist, stehen dahinter meistens politische oder wirtschaftliche Interessen. Religion wird missbraucht. Wer stattdessen in solchen Konflikten das Gespräch, den Ausgleich und die Versöhnung zwischen den Religionen sucht, rettet Menschenleben", erklärte Vize-Präsident Gregor von Fürstenberg am Mittwoch in Aachen.

Der interreligiöse Dialog sei keine "akademische Angelegenheit", sondern finde im Alltag statt, betonte von Fürstenberg. Das Hilfswerk unterstütze in Afrika, dem Nahen Osten und Asien mit rund 2,5 Millionen Euro knapp 60 Projekte seiner kirchlichen Partner. Erreicht würden etwa 1,9 Millionen Menschen. "Der interreligiöse Dialog schützt auch bedrängte Christinnen und Christen", so von Fürstenberg.

Interreligiösen Dialog stärker fördern

Für einen erfolgreichen Dialog zwischen den Religionen gebe es mehrere "Garanten": So müssten im Fall von Konflikten Autoritäten der verschiedenen Religionen zusammenarbeiten. Vor allem junge Menschen im globalen Süden benötigten eine gute Ausbildung, um in Konflikten deeskalieren zu können. Zudem brauche der Dialog eine "verlässliche Infrastruktur" und eine gute internationale Vernetzung. "Hier arbeitet die Kirche im globalen Süden schon gut mit Hilfswerken und den Kirchen in Deutschland und Europa zusammen. Die staatliche Entwicklungszusammenarbeit sollte den interreligiösen Dialog aber noch wesentlich stärker fördern", forderte von Fürstenberg.

"Auch in der internationalen politischen Diplomatie werden die Vertreterinnen und Vertreter der Religionen noch zu wenig in Vermittlungs- und Versöhnungsinitiativen eingebunden", betonte er. Für die Bedeutung des interreligiösen Dialogs sei die Arbeit der Kirche in Nigeria ein gutes Beispiel. Im Oktober erwarte missio Aachen zum Monat der Weltmission eine Delegation der Kirche aus Nigeria, die über diese Arbeit in rund 300 Veranstaltungen bundesweit berichten werde.

(KNA)

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