Gibt es auch Erlösung für Außerirdische?
Gibt es auch Erlösung für Außerirdische?
Die Abtei Münsterschwarzach in Schwarzach am Main
Die Abtei Münsterschwarzach in Schwarzach am Main

21.09.2019

Erdähnlicher Planet wirft Fragen nach Leben im All auf Astronom und Ordensmann über Außerirdische und Spiritualität

Gibt es außerirdisches Leben? Die Wissenschaft ist sich nicht sicher. Forscher machten eine bahnbrechende Entdeckung. Ein Planet bietet ähnliche Bedingungen wie die Erde. Einen katholischen Astronom wundert das nicht.

"Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis." Mit diesem Satz beginnt jede "Star Wars"-Episode, der wohl erfolgreichsten Science-Fiction-Reihe. Leben im All - für viele eine faszinierende Vorstellung. Die nun mit dem erdähnlichen Planeten K2-18b Anlass zu neuen Spekulationen gibt. Ein Forschungsbefund, der auch Pater Christoph Gerhard aufhorchen lässt.

Der Benediktiner ist Astronom und beobachtet den Weltraum von der Klostersternwarte Münsterschwarzach in Franken.

Weiteres Leben im All? Für den Experten durchaus denkbar: "Bei möglichen Außerirdischen könnte ich mir auch vorstellen, dass sie auf ihre Weise zu einer spirituellen Erfahrung in der Lage sind." Die gerade entdeckte sogenannte Supererde biete aber nicht die besten Bedingungen, "damit da wirklich was leben kann". In der Astronomie gebe es mindestens 20 gute Gründe gegen mögliches Leben auf dem jetzt untersuchten Exoplaneten. Wie die Eigenschaften seiner Sonne: Der rote Zwergstern ist sehr aktiv und der Planet dadurch wahrscheinlich erhöhter Strahlung ausgesetzt.

"Ein Wimpernschlag in der Erdentwicklung"

"Selbst wenn es etwas gäbe, wird es angesichts der kosmischen Distanzen mit dem Beweis schwierig: Es würde vier Lichtjahre dauern, allein zu den nächsten Sternen ein Signal zu senden." Die Antwort käme auch erst wieder nach weiteren vier Jahren. Eine Kommunikation könne praktisch nicht stattfinden. Zudem müsse das dortige Leben auch intelligent sein. "Unsere Kultur macht nur einen Wimpernschlag in der Erdentwicklung aus. Auf der Partnererde müsste es diesen Wimpernschlag zeitgleich geben."

Naturwissenschaft nähert sich laut Pater Gerhard solchen und anderen Phänomenen mit einem objektivem Anspruch. Der Glaube hingegen habe eine subjektive Herangehensweise. Es sei Sache des Einzelnen, beides miteinander zu verbinden, meint der Ordensmann. Ihn selbst bringe das Weltall immer wieder zu der Frage, woher dies alles komme.

Oft blickt er vor dem Morgengebet "gegen vier" bei sternenklarem Himmel ins Firmament und macht sich seine Gedanken über Gott und die Welt. Für ihn ist klar, "dass es da einen Schöpfergott dahinter geben muss, der sagenhaft genial ist".

Die erste von zahlreichen Welten

Möglich wurde der aktuelle astronomische Sensationsfund durch das Hubble-Teleskop im All. Die Supererde K2-18b kreist um einen Zwergstern im Sternbild Löwe, rund 110 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er hat die achtfache Masse und mehr als den doppelten Durchmesser der Erde, wie das Forscherteam um Angelos Tsiaras und Ingo Waldmann vom University College London im Fachblatt "Nature Astronomy" berichtet.  "Wir können nicht daraus schließen, dass sich flüssiges Wasser auf der Oberfläche des Exoplaneten befindet, aber ich denke, dass dies sehr gut möglich ist", betont Teammitglied Giovanna Tinetti.

Wasser wurde bereits auf anderen Planeten, etwa dem Mars, nachgewiesen. Dennoch lohnen sich den Forschern zufolge weitere Untersuchungen. Wahrscheinlich sei der Planet nur die erste von zahlreichen ähnlichen Welten. Diese sind aber in weit, weit entfernten Galaxien beheimatet - "Star Wars" bleibt einstweilen Zukunftsmusik.

Christian Michael Hammer
(KNA)

Die neue App von DOMRADIO.DE

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Schabbat Shalom: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – der Podcast

Jeden Freitag nehmen uns junge Jüd:innen in diesem Podcast mit in die Welt des Judentums. 

Tageskalender

Radioprogramm

 24.06.2021
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • „Es wird nie mehr sein, wie es vorher war“ - Diskussion über sexualisierte Gewalt
  • Oerlinghausen: Der Gottesdienst kommt per Videokarte nach Hause
  • Fazit nach 5 Monaten: Die katholische Stadtjugendseelsorge hat ein offenes Ohr für Jugendliche in der Pandemie
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Digitale Stille - wie kommt man zur Ruhe?
  • Forum Katechese 2021
  • Bischof Bätzing besucht den Papst
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Digitale Stille - wie kommt man zur Ruhe?
  • Forum Katechese 2021
  • Bischof Bätzing besucht den Papst
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • Ferienangebote der KjG
  • Sant'Egidio: Bundesverdienstkreuz an Gründer Riccardi
  • 18:30 Uhr: Hochamt aus dem Kölner Dom
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • Ferienangebote der KjG
  • Sant'Egidio: Bundesverdienstkreuz an Gründer Riccardi
  • 18:30 Uhr: Hochamt aus dem Kölner Dom
18:30 - 20:00 Uhr

Gottesdienst

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

20:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Musica

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Himmelklar Podcast

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Die ganze Bibel im Ohr! Jetzt spenden!