Pater Karl Wallner mit den Jesus Bikern
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Mechaniker Miro mit der Maschine für den Papst
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11.05.2019

Papst-Harley der Jesus Biker für Waisen in Uganda "Jesus ist unser Präsident, der Heilige Geist unser Roadcaptain"

Der christliche Motorradclub "Jesus Biker" wird im Mai Papst Franziskus ein Motorrad überreichen. Anfang Juli wird die Papst-Harley für einen guten Zweck versteigert. Mit dem Geld wollen die "Jesus Biker" ein Waisenhaus in Uganda bauen.

DOMRADIO.DE: Vor fünf Jahren haben Sie die "Jesus Biker" gegründet. 40 Leute sind Sie mittlerweile. Wie machen Sie das, den Glauben auf die Straße bringen?

Thomas Draxler (Gründer der Jesus Biker): Wir haben einfach eine Kutte an. Hinten drauf steht: Nach Johannes 14,6 "Jesus Christus, Weg, Wahrheit, Leben." Wir werden auf den Autobahnen und Straßen gesehen. So verkünden wir diese Botschaft.

DOMRADIO.DE: Das ist sehr eindrücklich. Mitmachen darf jeder. Bloß einer christlichen Konfessionen muss er angehören, stimmt das?

Draxler: Genau. Die Taufe ist genug Reputation. Bei uns sind Christen aus den verschiedensten Konfessionen. Wir sind katholische, evangelische Christen und orthodoxe Christen sind auch mit dabei. Das ist ein Bekenntnis: Jeder trifft eine Entscheidung für sich selber: Will ich den Glauben mit den Jesus-Bikern verbreiten? Wer das bejaht, ist bei uns herzlich willkommen.

DOMRADIO.DE: Und Jesus ist Ihr Präsident?

Draxler: Genau, Jesus ist unser Präsident, der Heilige Geist unser Roadcaptain. Und ansonsten haben wir keine Strukturen.

DOMRADIO.DE: Und jetzt kommt auch noch Papst Franziskus ins Spiel. Dem werden Sie nämlich demnächst eine Harley Davidson schenken. Und die haben sie selbst zusammengebaut. Wie sind Sie denn auf die Idee gekommen?

Draxler: Psychologen sagen, man hat so am Tag 20.000 Gedanken etwa. So einen Gedanke, den hatte ich etwa vor drei Jahren beim Motorrad-Gottesdienst in Altötting. Und dieser Gedanke ist nicht mehr weggeflogen. Der hat sich verfestigt, mal nach Rom zu fahren. Ich hatte dann auf dem Katholikentag Pater Karl Wallner getroffen. Dem hatte ich von der Idee erzählt. Zwei Jahre später sagte er mir bei einem Kongress in Altötting: „Der Papst will euch sehen. Du kannst ihm die Harley bringen.“ Und so hat sich das Ganze verfestigt.

DOMRADIO.DE: Und Sie haben auch schon einen Termin. Mitte Mai werden Sie bei einer Generalaudienz in Rom, die Harley dem Papst überreichen, die er signieren soll. Und was passiert dann?

Draxler: Genau. Wir sind bei der Generalaudienz. Hinterher haben wir eine Privataudienz. Die Signatur des Papstes kommt drauf. Die Harley wird jetzt wertvoll. Wir nehmen sie wieder zurück nach Deutschland und fahren dann offiziell im Auftrag des Herrn am 29. Juni mit dieser signierten Harley los.

DOMRADIO.DE: Wer darf denn bei dieser besonderen Wallfahrt auf der Papst-Harley fahren? Wechseln Sie sich ab oder wie machen Sie das?

Draxler: Mein Sohn darf fahren, der arbeitet bei Harley-Davidson in Würzburg, wo dieses Motorrad gebaut wurde. Er hat dort eine Ausbildung zum Zweirad-Mechatroniker gemacht, die er letztes Jahr abgeschlossen hat. Wir haben überlegt: So eine Harley muss jemand Besonderes fahren. Der muss mindestens Meister sein. Und dann hat er seine Meisterausbildung gemacht. Jetzt darf der frischgebackene Meister die Harley fahren.

DOMRADIO.DE: Jetzt steht aber erst einmal die Begegnung mit dem Papst im Vatikan an. Glauben Sie, Franziskus wird mit ihnen eine Runde durch den Vatikan drehen?

Draxler: Ich glaube das nicht. Wir sind froh, wenn wir die Unterschrift haben, wenn wir ein bisschen mit ihm plaudern können, wenn wir ihn über das soziale Projekt, was dahintersteht, informieren können. Dann ist das Ziel wirklich erreicht.

DOMRADIO.DE: Soziales Projekt. Wir wissen schon: die Harley wird auf Wallfahrt gehen. Was passiert dann?

Draxler: Wir werden die Harley am 7. Juli dem Papst wieder übergeben. Danach wird die Harley versteigert. Das Ganze ist zweckgebunden an ein soziales Projekt in Uganda. Dort werden Kinder, die unehelich und mit Behinderung geboren werden, einfach weggeworfen, auf Latrinen gelegt, zum Sterben verurteilt. Falls sie das überleben, haben sie nicht einmal eine Staatsbürgerschaft. Wir wollen ein Waisenhaus bauen. Wir wollen mit dem Erlös des Geldes eine Schule bauen, um diesen Menschen dort auch ein lebenswertes Leben zu ermöglichen.

Das Interview führte Hilde Regeniter.

(DR)

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