Gebetsfeier in Taizé
Gebetsfeier in Taizé
Gemeinsames Gebet und Singen in Taizé.
Gemeinsames Gebet und Singen in Taizé.
Die romanische Dorfkirche in Taizé
Die romanische Dorfkirche in Taizé
Glocken von Taizé, sie läuten zum Gebet in der Versöhnungskirche
Glocken von Taizé, sie läuten zum Gebet in der Versöhnerkirche

04.08.2018

Urlaub mit wenig Geld in Taizé Ein offener Ort für die ganze Welt

Seit Jahren kommen Jugendliche, Erwachsene und auch Familien nach Taizé, um mit Gott tiefer in Verbindung zu treten und um dort eine besondere Zeit zu erleben. Und es muss nicht viel kosten, berichtet Simon Beiermann von seinem Urlaub dort.

DOMRADIO.DE: Herr Beiermann, Sie waren vor kurzem in Taizé. Wie sieht dort so ein typischer Tag aus?

Simon Beiermann: Man schläft im Sommer normalerweise in Zelten, für den Winter gibt es Baracken, in denen man schlafen kann. Der Tag beginnt mit dem Morgengebet, danach kommt das Frühstück, was man zusammen bei gutem Wetter unter den Bäumen einnimmt. Und da kann es dazu kommen, dass man direkt nach dem Frühstück schon drei oder vier Sprachen gesprochen hat – je nachdem wie die Sprachkenntnisse sind – das ist ganz cool. Denn man lernt schnell andere Leute kennen, die von überall aus der Welt herkommen.

Vormittags und nachmittags gibt es dann Workshops und eine Bibeleinführung. Die Workshops sind zu allen möglichen Themen. Es gibt dort Dokumentationen, zum Beispiel über Frère Roger den Gründer von Taizé. Es gibt auch Workshops, die das Verhältnis zwischen Religion und Naturwissenschaften behandeln, und noch vieles mehr. Die Woche über hat jeder in Taizé eine Aufgabe, die erfüllt werden muss. Ich habe zum Beispiel mit einem Freund zusammen eine Woche lang die Müllsäcke mittags gewechselt. Jetzt könnte man denken, das klingt nicht so spaßig. Aber wenn man das in der Gruppe mit Leuten macht, gehört das zum ganzen Aufenthalt irgendwie dazu und macht auf jeden Fall Spaß.

DOMRADIO.DE: Taizé verbindet man ja auch irgendwie mit Stille. Kann man die dort auch finden? 

Beiermann: Wenn man sagt, ich suche einen Ort der Stille in Taizé, dann gibt es einen kleinen See, zu dem man gehen kann. Man muss sich zu nichts gezwungen fühlen. Mittags und abends gibt es dann das Gebete. Man muss sich zu nichts gezwungen fühlen.

DOMRADIO.DE: Wichtiges Thema ist für uns in dieser Woche "Urlaub mit wenig Geld". Wieviel Geld braucht man denn ungefähr für einen Aufenthalt dort?

Beiermann: Es gibt einen vorgeschlagenen Preis, den man zahlen kann. Der variiert je nach Herkunftsland, soweit ich weiß. Bei mir waren das so um die 60 bis 70 Euro. Wenn man sagt, ich möchte mehr bezahlen, kann man das machen, man kann aber auch weniger zahlen, wenn es einem zu teuer ist. Das ist recht offen.

DOMRADIO.DE: Ein Aufenthalt kann ja auch helfen, vom Alltag Abstand zu gewinnen, ganz verschiedene Menschen kennenzulernen und über sein Engagement in der Kirche und Gesellschaft nachzudenken. Was haben Sie da für Erfahrungen mitgenommen?

Beiermann: Es ist jetzt ein Jahr her und es war das erste Mal, dass ich da war. Und ich muss sagen, das hat mich bis heute sehr geprägt. Mir haben die Gebete sehr gut gefallen, die gesungen wurden. Es hatte etwas sehr Meditatives. Das ist etwas anderes, als das, was man hier üblicherweise von Messen in der Kirche kennt. Die ganze Atmosphäre, die sich dort aufbaut, hat mich sehr, sehr berührt.

Außerdem fand ich es super schön, mich mit anderen jungen Menschen über Gott und die Welt auszutauschen – im wahrsten Sinne des Wortes. Weil Taizé einen Raum bietet, über Themen zu reden, die sehr tief gehen. Man nimmt auf jeden Fall die besondere Stimmung mit, offen gegenüber Menschen aus verschiedensten Teilen der Welt zu sein.

Das Interview führte Julia Reck.

(DR)

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