Wallfahrt nach Telgte
Wallfahrt nach Telgte

08.07.2017

Tausende pilgern am Wochenende von Osnabrück nach Telgte Größte Fußwallfahrt

​Zur traditionellen Fußwallfahrt von Osnabrück nach Telgte werden am Wochenende wieder mehrere tausend Pilger erwartet.

Nach dem Teilnehmerrekord im vergangenen Jahr erwartet das Bistum Osnabrück wieder Tausende Pilger zur Telgter Wallfahrt. Die größte Fußwallfahrt im deutschsprachigen Raum führt am 8. und 9. Juli über 48 Kilometer von Osnabrück in Niedersachsen ins nordrhein-westfälische Telgte, sagte Organisationschef Karlheinz Schomaker am Mittwoch. Die Wallfahrt findet in diesem Jahr zum 165. Mal statt. Im vergangenen Jahr hatten sich bei strahlendem Sonnenschein mehr als 10.000 Menschen beteiligt.

Das Leitwort "Gottes Wort leben" stelle bewusst einen Bezug her zum Lutherwort "Sola Scriptura - Allein die Schrift". Damit solle auf das 500. Reformationsjubiläum in diesem Jahr hingewiesen werden, betonte Schomaker gegenüber dem epd. Seit Jahrzehnten nähmen auch zahlreiche Protestanten an der Wallfahrt teil. Die Spenden, die während der Aktion gesammelt würden, seien für die ökumenisch geführte Bahnhofsmission bestimmt.

Start in der Nacht

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode und der Münsteraner Weihbischof Stefan Zekom wollen den Pilgerzug auf einem Teilstück begleiten. Bode werde am Samstagmorgen gegen 10.30 Uhr während der Rast in Oedingberge an der Wallfahrtsklause zu den Pilgern sprechen. Beide Bischöfe werden die Pilgermesse am Sonntagmorgen um 5.30 Uhr auf dem Kirchplatz in Telgte leiten.

Ziel der Prozession ist das Gnadenbild der "schmerzhaften Maria" in der Telgter Wallfahrtskapelle. Das Bild wurde um 1370 geschaffen und zeigt eine Pietà - den Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus im Schoß seiner Mutter Maria. Zu der Wallfahrt machen sich seit 1852 jährlich Christen aus Osnabrück und Umgebung auf den Weg nach Telgte.

Die ersten Pilger starten am Sonnabend bereits um 3 Uhr früh in Osnabrück. Zuvor werden ab 1.30 Uhr Pilgermessen in zwei katholischen Kirchen gehalten. Der Weg führt über eigens gesperrte Bundesstraßen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jeder könne sich unterwegs in den Pilgerzug einreihen, erläuterte Schomaker. Erfahrungsgemäß gehe etwa ein Drittel der Teilnehmer die gesamte Strecke am Sonnabend hin und am Sonntag wieder zurück. Die Abschlussandacht der Wallfahrt ist für Sonntag gegen 19 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul in Georgsmarienhütte geplant.

(KNA)

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