Prominenter Besuch und Zeichensetzung. Jeder kann helfen. Schauspieler Til Schweiger (l) hat am 30.09.2015 ein Flüchtlingshaus in Osnabrück (Niedersachsen) besucht
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Deutschkurs für Flüchtlinge
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14.03.2016

Katholikenrat nennt Leitlinien für Integration von Flüchtlingen Kennenlernen gegen Angst

Der Katholikenrat im Bistum Osnabrück hat die Menschen in der Diözese aufgerufen, Flüchtlingen vorurteilsfrei und offen zu begegnen.

Wichtig sei es, Begegnungen herzustellen, heißt es in einer am Montag vom Bistum veröffentlichten Erklärung des Laienrates über Leitlinien zu einer gelungenen Integration. "Was man kennengelernt hat, ist nicht mehr fremd und macht keine Angst." Gerade beim praktischen Miteinander etwa in Sportvereinen, bei Gruppentreffen in den Gemeinden und Verbänden könnten Berührungsängste abgebaut und sprachliche Barrieren schneller überwunden werden.

"Damit Integration gelingt"

"Konfrontationen können durch gegenseitige Aufklärung vermieden werden", heißt es weiter in dem Papier mit dem Titel "Damit Integration gelingt". Die Flüchtlinge seien aus ihren kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Bezügen herausgerissen worden und müssten sich hier neu orientieren. Das könne und dürfe aber nicht bedeuten, dass sie ihre Werte, Traditionen und Lebensweisen komplett ändern müssten. Gleichzeitig sei es wichtig, ihnen die hier geltenden Regeln und Grenzen des Zusammenlebens, die Gesetze und Riten zu verdeutlichen. "Begreifen wir dies als Bereicherung in einer immer bunteren Welt, dann liegen hier große Chancen voneinander zu lernen."

Gefahr der Überforderung von Freiwilligen

Der Katholikenrat weist auch auf die Gefahr der Überforderung von Freiwilligen in der Flüchtlingshilfe hin. Die Helfer müssten über ihre Möglichkeiten der Unterstützung entscheiden können. Notwendig sei eine Koordinierung mit hauptamtlichen Helfern bei "größeren, intensiven" Hilfen sowie Fortbildungsangebote durch Experten. Der Rat empfiehlt die Zusammenarbeit mit professionellen Einrichtungen wie etwa der Caritas. Auch brauche es "Austauschforen", um Schwierigkeiten gemeinsam lösen zu können.

Menschen am Rande der Gesellschaft nicht vergessen

Bei aller Hilfe für die Flüchtlinge sollten laut Katholikenrat andere Personen, die ebenfalls Hilfe benötigten, nicht aus dem Fokus geraten. An vielen Stellen der Gemeinden gebe es Menschen, die ebenfalls am Rande der Gesellschaft lebte. Als Beispiele nennt die Erklärung Obdachlose, Straffällige, Alte und Kranke, von Armut betroffene sowie Frauen und Kinder in Not.

(KNA)

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