An der deutsch-österreichischen Grenze
Es kommen weniger Flüchtlinge nach Deutschland

10.03.2016

Trotz weniger neuer Flüchtlinge sind die Helfer noch ausgelastet "Wir haben hier immer noch jede Menge zu tun"

10.000 Flüchtlinge kamen im vergangenen Jahr an manchen Tagen über die Grenze nach Deutschland. Doch jetzt ist die Balkanroute geschlossen - das bedeutet auch, dass sich die Lage in Deutschland für die Flüchtlingshelfer teilweise entspannt.

In Passau kamen noch vor ein paar Monaten mehrere tausend Flüchtlinge pro Tag an. Mittlerweile sind die Zahlen gesunken – 50 bis 100 Flüchtlinge werden hier täglich registriert. Die Helfer atmen auf. Die Caritas in Passau nutzt die Situation, um nun mehr in die Qualität bei der Betreuung zu investieren. Sie organisiert Kinoreihen und Diskussionsrunden, um den Flüchtlingen etwas bieten zu können.

Caritas-Köln sieht noch keine große Entspannung

Während die Helfer in Passau aufatmen, sieht die Situation in Köln anders aus. "Die geschlossene Balkanroute macht sich bei uns noch nicht bemerkbar", sagt die Flüchtlingsbeauftragte der Caritas im Erzbistum Köln, Irene Porsch, gegenüber domradio.de. Auch für die 20.000 Ehrenamtlichen, die über die Aktion Neue Nachbarn im Erzbistum Köln helfen, sei die Flüchtlingssituation nach wie vor eine große Herausforderung.

Doch Porsch wolle nicht soweit gehen, sich weniger Flüchtlinge zu wünschen: "Dadurch, dass sie hier nicht ankommen und in Griechenland im Matsch sitzen, haben wir keine Lösung für Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen."

Nachlassender Flüchtlingsandrang in Berlin

In Berlin spüren die Ehrenamtlichen den nachlassenden Flüchtlingsandrang. Für Entwarnung sei es dennoch zu früh. In den vergangenen Monaten agierten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter im Krisenmodus, so der Sprecher des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin, Thomas Gleißner. "Es sind sehr viele Menschen, die noch in Turnhallen sitzen, wir haben hier immer noch jede Menge zu tun." Jetzt könne man sich aber wenigstens intensiver um die mehr als 80.000 Flüchtlinge kümmern, die im vergangenen Jahr nach Berlin gekommen sind.

Für die Caritas in Berlin bedeute die geschlossene Balkanroute nur eine Problemverschiebung. "Wir machen uns Sorgen, was mit den Menschen in Idomeni passiert", so Gleißner weiter. Eine EU-Lösung sei unverzichtbar.

Dr. Christian Schlegel
(dr)

Nachrichten-Video

Zum Video:
Donnerstag, 19.01.2017

Video, Donnerstag, 19.01.2017:Christliche Nachrichten

Jetzt im Radioprogramm

12:00 - 18:00 Uhr 
Der Tag

Informationen, Musik und nette Menschen

Wort des Bischofs - Das Buch

52 Impulse aus dem Jahr 2016 jetzt auch als Buch!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 19.01.
06:00 - 06:30 Uhr

Laudes

06:30 - 10:00 Uhr

Der Morgen

  • Das Dreigestirn beim Kardinal
  • Charlotte Knobloch zur Höcke-Rede
  • Soldaten-Gottesdienst im Dom
10:00 - 12:00 Uhr

Beratung

10:00 - 12:00 Uhr

Beratung

12:00 - 18:00 Uhr

Der Tag

12:00 - 18:00 Uhr

Der Tag

18:00 - 20:00 Uhr

Kompakt

18:00 - 20:00 Uhr

Kompakt

20:00 - 22:00 Uhr

Beratung

22:00 - 22:30 Uhr

Komplet

22:30 - 24:00 Uhr

Kompakt

00:00 - 06:00 Uhr

Nachtportal

02:00 - 03:00 Uhr

Kopfhörer

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Komplet – Das Nachtgebet mit Weihbischof Ansgar