Gespendete Schuhe
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01.03.2016

Sachspendenlager in Bonn für Flüchtlinge Neue Nachbarn

Mit Blick auf die rund 3.800 Flüchtlinge in Bonn gibt es ab sofort ein zentrales Sachspendenlager. Mit angestoßen hat die Sammlung die katholische Pfarrei Sankt Petrus.

Das neue Zentrum zur Sammlung, Sortierung und Ausgabe von Sachspenden befindet sich am Kaiser-Karl-Ring in einer rund 700 Quadratmeter großen Immobilie der Deutsche Post DHL Group. Es geht auf eine gemeinsame Initiative der Deutsche Post DHL Group, des Deutschen Roten Kreuzes und der katholischen Pfarrei Sankt Petrus im Rahmen der Aktion Neue Nachbarn des Erzbistums Köln zurück, wie die Post zur Eröffnung in Bonn mitteilte.

Der Niederlassungsleiter Bonn des Unternehmens, Dirk Merz, zeigte sich erfreut über die Kooperation und stellte zudem den ehrenamtlichen Einsatz vieler Angestellter in Aussicht. "Als Teil unser unternehmerischen Verantwortung engagieren wir uns in den Bereichen Integration und Spracherwerb sowie mit lokalen Aktionen für Flüchtlinge", sagte Merz.

Der Ehrenamtskoordinator der Gemeinde Sankt Petrus, Jan Erik Meyer, erklärte, schon beim ersten Kontakt der Kooperationspartner vor drei Monaten habe sich eine Lösung zugunsten der Flüchtlinge angedeutet.

Netzwerk von 360 Ehrenamtlichen

"Ein so umfangreiches Projekt wie das Zentrallager oder die Flüchtlingsarbeit überhaupt steht und fällt natürlich mit den vielen ehrenamtlich Engagierten, die in Zukunft für den Betrieb zuständig sind", so der Mitinitiator. Dank frühzeitiger Anwerbung Ehrenamtlicher für die Flüchtlingshilfe verfüge die Pfarrgemeinde über ein Netzwerk von rund 360 Personen. Dazu zählten auch Menschen aus der evangelischen Lukaskirchengemeinde und der Heilsarmee, sagte Meyer.

Die Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn, Coletta Manemann (Grüne), sagte, für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe wie auch für Bonn sei das Zentrallager eine große Unterstützung und Entlastung. Die Einbeziehung aller Akteure im Vorfeld der Initiative nannte sie "geradezu vorbildlich".

Zu der neuen Sammelstelle haben alle Kleiderkammern und auch die Sammel- und Einzelunterkünfte ohne eigene Kleiderkammern Zugang, um ihren individuellen Bedarf zu decken. Um möglichst bedarfsgerecht zu wirtschaften, informiert eine Website über aktuell benötigte Dinge.

Eine direkte Sachspendenausgabe an Flüchtlinge ist nicht vorgesehen, aber es ist ausdrückliches Ziel, dass sich auch Flüchtlinge ehrenamtlich einbringen können, hieß es. Die Öffnungszeiten sind für Donnerstag und Freitag von 15.00 bis 19.00 Uhr und Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr geplant.

(KNA)

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