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Erzbischof Heiner Koch
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EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm
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ZdJ-Präsident Josef Schuster
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KRM-Sprecher Zekeriya Altug
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DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann
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Arbeitergeber-Präsident Ingo Kramer
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DOSB-Präsident Alfons Hörmann
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11.02.2016

Stimmen von Mitgliedern der neuen "Allianz für Weltoffenheit" "Moralischen Kompass nicht vergessen"

Eine neue "Allianz" von zehn großen gesellschaftlichen Institutionen tritt gemeinsam "für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat" ein. Die Katholische Nachrichten-Agentur dokumentiert Stellungnahmen ihrer Vertreter in Auszügen:

Kardinal REINHARD MARX, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz: 

"Die große Zahl der Flüchtlinge lässt Ängste und Sorgen aufkommen - und bei manchen auch die Versuchung, Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit zurückzustellen. Kein Zweifel: Realistische Lösungen sind gesucht, Überforderung muss vermieden werden. Aber unsere Gesellschaft darf darüber ihren moralischen Kompass und ihr Wertegerüst nicht vergessen."

 

Erzbischof HEINER KOCH, Mitglied der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz:

"Wer mit Worten oder Taten zur Ausgrenzung und Herabsetzung von Flüchtlingen und Migranten beiträgt, der kann sich nicht auf das Christentum berufen. Menschenfeindlichkeit und Fremdenhass stehen nicht nur im klaren Widerspruch zu den Werten unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, sondern zeugen letztlich immer von einer tiefen Missachtung der christlichen Botschaft."

 

Landesbischof HEINRICH BEDFORD-STROHM, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland: 

"Gerade in schwierigen Zeiten muss die Gesellschaft sich für ihre Schwächsten einsetzen. Deshalb engagieren sich Christinnen und Christen überall im Land für die Versorgung und Integration von Flüchtlingen. In der 'Allianz für Weltoffenheit' sind wir Teil eines breiten Bündnisses gegen Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit - jenseits von politischen Standpunkten."

 

JOSEF SCHUSTER, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland:

"Werte wie Glaubens- und Gewissensfreiheit, der Schutz von Minderheiten sowie Toleranz und Respekt müssen immer wieder neu errungen, neu mit Leben erfüllt und verteidigt werden. Dies ist gerade der jüdischen Gemeinschaft - aus schmerzlicher Erfahrung - sehr bewusst (...) Deshalb fordern wir sie auch von allen Menschen in unserem Land ein, unabhängig davon, ob sie bereits hier leben oder gerade zu uns gekommen sind."

 

ZEKERIYA ALTUG, Sprecher des Koordinationsrats der Muslime:

"Nächstenliebe und Barmherzigkeit kennen keine Obergrenzen. Besonders dann nicht, wenn Menschen in höchster Not sind. Dafür müssen wir alle gemeinsam - Muslime wie Christen oder Juden - einstehen, ohne Wenn und Aber! Die Polarisierung unserer Gesellschaft bereitet uns deutschen Muslimen sehr große Sorge. Diese Zwietracht verdeckt zum einen die immense Hilfsbereitschaft und den sehr starken Zusammenhalt unserer Gesellschaft."

 

REINER HOFFMANN, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes:

"Integration war noch nie zum Nulltarif zu haben, aber jetzt treten die Herausforderungen deutlicher hervor. Wir brauchen heute Investitionen in öffentliche Infrastruktur, Bildung, Personal und bezahlbaren Wohnraum."

 

INGO KRAMER, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände: "Menschen, die nach Europa flüchten, weil sie in ihrer Heimat an Leib und Leben bedroht sind, müssen hier Zuflucht erhalten. Das ist aber nur möglich, wenn jene Menschen, die nicht von Verfolgung und Gewalt bedroht sind, auch in ihre Heimatstaaten zurückgeführt werden."

 

ALFONS HÖRMANN, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes:

"Sportdeutschland mit seinen 90.000 Vereinen bietet ein soziales und organisatorisches Netzwerk, das vielen Flüchtlingen hilft, sich hier heimisch zu fühlen. Mit den Werten des Sports - gegenseitige Unterstützung, Fairness und Respekt - wollen wir den neuen Mitbürgern mehr Lebensfreude geben."

(KNA)

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