Bischof Trelle
Bischof Trelle

15.09.2015

Bischof Trelle: Profanierte Kirchen als Flüchtlingsunterkünfte Auf eine Partie in der Notunterkunft

Der bischöfliche Migrationsbeauftragte Bischof Norbert Trelle will auch stillgelegte Kirchen als Flüchtlingsunterkünfte nutzen. Das sagte er nach dem Besuch einer Asylunterkunft in Celle.

Alle Verantwortlichen sollten «prüfen, ob die kirchlichen Gebäude, zum Beispiel profanierte Kirchen, als Winterquartiere für Flüchtlinge hergerichtet werden können», sagte Trelle der "KirchenZeitung" für das Bistum Hildesheim (Donnerstag) in einem vorab veröffentlichten Interview.

"Einwanderung muss als Chance begriffen werden - für die Gesellschaft, aber auch für uns als Kirche", betonte Trelle. "Abschottung ist keine Lösung." Das bedeute aber auch, dass die Aufnahme von Flüchtlingen nicht zur finanziellen und organisatorischen Überforderung für strukturschwache Kommunen werden dürfe. Dafür müsse "politisch Sorge getragen" werden. Trelle hatte am Montag eine Flüchtlingsunterkunft in Celle besucht, um sich vor Ort über die Lage der Schutzsuchenden zu informieren. Die Malteser im Bistum Hildesheim hatten vor einer Woche die Notunterkunft für 500 Flüchtlinge auf einem ehemaligen Kasernengelände in Celle aufgebaut. Der Hildesheimer Bischof ist Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz.

Deutschland gebe im Umgang mit der Flüchtlingskrise international ein "wichtiges positives Signal", so der Bischof weiter. Er könne zwar verstehen, warum Menschen sich Sorgen machten. "Aber wir können hier in Deutschland, wir können als Christen nicht die Augen vor dem Elend in der Welt verschließen." Darin liege die christliche Verantwortung.

Der Bischöfliche Nothilfefonds von 800.000 Euro, den Trelle im vergangenen Jahr für die Flüchtlingshilfe eingerichtet hatte, werde "unter Umständen" nicht reichen. Hier seien auch Spender vonnöten, «die gerade an dieser Stelle ihre Aufgabe sehen». Mit Blick auf die Hilfsbereitschaft der Menschen sagte Trelle: "Ich wünsche Ihnen einen langen Atem. Lassen Sie sich nicht zu schnell irritieren."

(KNA, DR)

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