Das private Rettungsschiff "Ocean Viking" der Seenotrettungsorganisation SOS Méditerranée auf dem Mittelmeer
Das private Rettungsschiff "Ocean Viking" der Seenotrettungsorganisation SOS Méditerranée auf dem Mittelmeer

05.07.2020

"Ocean Viking" darf in Sizilien anlegen Verzögerung brachte Leben in Gefahr

Ende Juni hat das private Seenotrettungsschiff "Ocean Viking" 180 schiffbrüchige Migranten gerettet. Dann habe es kein Zeichen der Solidarität mit den Menschen gegeben, die EU habe geschwiegen. Dann musste die Besatzung den Notstand erklären.

Die 180 Migranten der "Ocean Viking" können im sizilianischen Porto Empedocle an Land gehen. Das teilte die Betreiberorganisation des privaten Rettungsschiffs, SOS Mediterranee, am Sonntag mit. Man habe die Anweisung erhalten, den rund 70 Seemeilen entfernten Hafen anzusteuern. Die Ausschiffung der geretteten Migranten soll demnach am 6. Juli stattfinden.

Schweigen der EU

 "Die unnötige Verzögerung hat Leben in Gefahr gebracht. Die EU hat in den vergangenen Tagen geschwiegen", erklärte SOS Mediterranee. "Wir haben keine Initiative zur Wiederaufnahme des Abkommens von Malta zur Umsiedlung geretteter Menschen gesehen, kein Zeichen der Solidarität mit den Küstenstaaten", so die Organisation weiter. Im September hatten sich Italien und Malta mit Deutschland und Frankreich auf ein Übergangsverfahren verständigt, das eine rasche Verteilung von Migranten auf andere EU-Staaten vorsieht.

Notstand auf dem Schiff

Die "Ocean Viking" hatte zwischen dem 25. und 30. Juni bei vier Einsätzen insgesamt 181 schiffbrüchige Migranten aus dem Mittelmeer geborgen. Eine Person wurde wegen ihres medizinischen Zustands von italienischen Einsatzkräften an Land gebracht. Am 3. Juli erklärte die Besatzung den Notstand; sie verwies dabei auf mehrere Suizidversuche und eine drohende Eskalation an Bord.

Situation fast außer Kontrolle geraten

Am 4. Juli besuchten ein italienischer Psychiater und ein kultureller Mediator die "Ocean Viking", um sich ein Bild von der Lage der Migranten zu machen. Unter den psychologischen Belastungen sei die Situation "für Gäste und Besatzung fast außer Kontrolle geraten", zitierte SOS Mediterranee aus dem Bericht des Arztes an die italienischen Behörden.

(KNA)

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