Katholisch-jüdisches Treffen zu Migration in Rom

Flucht und Verfolgung bekämpfen

Flucht und Migration fordert die Weltgemeinschaft heraus. Das Thema standen im Mittelpunkt eines Treffens des Internationalen Katholisch-Jüdischen Verbindungskomitees (ILC) in Rom.

Mittelamerikanische Migranten auf dem Weg in die USA / © Isaac Monroy (dpa)
Mittelamerikanische Migranten auf dem Weg in die USA / © Isaac Monroy ( dpa )

Unter dem Motto "Menschen, Ideen und Grenzen in Bewegung" diskutierten die Delegierten beider Glaubensgemeinschaften drei Tage lang über Ursachen und humanitäre Antworten auf die Migrationsproblematik, wie der Vatikan am Freitag mitteilte. Auf dem Programm stand demnach unter anderem der Besuch in einem Aufnahmezentrum der geistlichen Gemeinschaft Sant'Egidio, um sich über Hilfen bei der Integration und die Einrichtung humanitärer Korridore zu informieren.

Franziskus: Gemeinsamer Kampf gegen Flucht und Verfolgung

Papst Franziskus, der die Delegierten in dieser Woche in Audienz empfing, betonte in seiner Rede an die Teilnehmer "gegenseitiges Verstehen, Brüderlichkeit und geteiltes Engagement" beider Religionen auf der Grundlage ihres reichen spirituellen Erbes.

Katholiken und Juden rief er auf, den Herausforderungen von Flucht und Migration gemeinsam zu begegnen. Als weitere Aufgaben bezeichnete er den gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus und die Christenverfolgung in vielen Teilen der Erde.

Treffen des Internationalen Katholisch-Jüdischen Verbidungskomitees

Die Zusammenkunft von Montag bis Donnerstag war das 24. Treffen des Internationalen Katholisch-Jüdischen Verbindungskomitees. Das Gremium ist eine Partnerschaft zwischen der vatikanischen Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum und dem Internationalen Jüdischen Komitee für Interreligiöse Beratungen. Das erste Treffen fand 1971 in Paris statt.


Quelle:
KNA
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