Menschen sitzen an Bord des deutschen Rettungsschiffes Sea-Eye vor Malta
Menschen sitzen an Bord des deutschen Rettungsschiffes Sea-Eye vor Malta

12.01.2019

Deutsche Seenotretter werfen Malta "Schikane" vor "Ausnutzung staatlicher Machtbefugnisse"

Die Besatzungen des Sea-Eye-Schiffs "Professor Albrecht Penck" sowie der "Sea-Watch 3" über Wochen "als politische Geiseln": Der deutsche Flüchtlingshilfeverein Sea-Eye hat schwere Vorwürfe gegen Malta erhoben.

Die Regierung verübe "Schikane" und habe die Besatzungen des Sea-Eye-Schiffs "Professor Albrecht Penck" sowie der "Sea-Watch 3" über Wochen "als politische Geiseln" gehalten, um Druck auf die anderen EU-Staaten auszuüben, erklärte der Sprecher des Vereins, Gordon Isler (Samstag).

Konkret kritisiert Sea-Eye das weiter bestehende Anlegeverbot in Malta. Zwar hätten zehn Besatzungsmitglieder das Schiff am Freitag verlassen; Malta habe aber abgelehnt, im Austausch vier neue Freiwillige an Bord gehen zu lassen. Offenbar habe man Angst davor, dass das Schiff wieder einsatzbereit Richtung Libyen aufbreche, so der Sprecher.

"Ausnutzung staatlicher Machtbefugnisse"

Die Mindestbesatzung bleibe nun zurück und suche einen Hafen für die "Professor Albrecht Penck". Die "Ausnutzung staatlicher Machtbefugnisse", um Hilfsorganisationen an der Rettung von Menschenleben zu hindern, offenbarten den politischen Kurs des Inselstaates Malta, erklärte Sea-Eye.

Maltas Premierminister Joseph Muscat hatte am Mittwoch eingewilligt, die insgesamt 49 Migranten von der "Sea-Watch 3" und der "Professor Albrecht Penck" mit maltesischen Militärbooten an Land zu bringen, um sie auf acht andere EU-Staaten zu verteilen. Muscat sagte auch, man werde die beiden Rettungsschiffe auffordern, maltesische Hoheitsgewässer unmittelbar nach der Übergabe der Migranten zu verlassen.

Warten und Abschiedbung

Die "Professor Albrecht Penck" musste seit 29. Dezember auf eine Gelegenheit warten, ihre 17 Migranten in einen europäischen Hafen zu bringen. Auf der "Sea-Watch 3" des Vereins Sea-Watch harrten 32 Gerettete bereits seit 22. Dezember aus.

Im Zuge der Verhandlungen mit der EU-Kommission vereinbarte Malta, dass neben diesen 49 Personen weitere 131 schon auf Malta befindliche Migranten auf andere EU-Staaten verteilt sowie 44 aus Bangladesch abgeschoben werden sollten, also insgesamt 224 Migranten. Premier Muscat betonte, sein Land habe in jüngerer Vergangenheit von sich aus 249 Menschen aus Seenot gerettet.

(KNA)

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