EKD: Sorge um Flüchtlinge im Mittelmeer
Blumen zum Gedenken an im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge

05.12.2018

Vorwürfe nach Tod von 15 Menschen vor Libyen Regierungen am Pranger

Nach dem Tod von 15 Menschen vor Libyens Küste erhebt der Jesuiten-Flüchtlingsdienst in Italien harte Vorwürfe gegen die Regierungen. Die Flüchtlinge seien nicht ertrunken, sondern nach tagelanger Irrfahrt an Erschöpfung, Hunger und Kälte gestorben.

Der Leiter der Fachstelle Centro Astalli, Camillo Ripamonti, sagte am Mittwoch in Rom,  schuld seien die Institutionen, die hartnäckig eine "Politik der Gleichgültigkeit und der blinden Abwehr von Migration" verteidigten. "Die einzelnen EU-Staaten wollen nicht retten, wollen nicht aufnehmen, wollen einfach keine Migranten", sagte der Jesuit Ripamonti. Am ehesten gehe es um eine Instrumentalisierung für Wählerstimmen ohne Rücksicht auf Menschenleben. "Man will nur, dass Verzweifelte auf der Suche nach Rettung aus den Augen verschwinden - tot im Meer oder in einem Konzentrationslager, das macht keinen Unterschied", so der Jesuit.

Abkommen mit Libyen aussetzen

Der Leiter des Flüchtlingszentrums verlangte, die Abkommen zwischen Italien und Libyen zum Umgang mit Migranten sofort auszusetzen. Libyen sei kein sicheres Land. Verletzungen der Menschenrechte, willkürliche Inhaftierungen und Folter seien an der Tagesordnung und von den Vereinten Nationen dokumentiert. Es brauche eine radikale Wende der EU-Flüchtlingspolitik. Humanitäre Korridore, Neuansiedlung und Verteilung spielten darin eine Schlüsselrolle.

Anlass der Äußerung Ripamontis war ein jüngstes Unglück vor Libyen. Ein Boot mit 25 Passagieren kenterte laut Medienberichten vor der Küste, nachdem ihr Boot elf Tage auf dem Meer getrieben war. Nur zehn Flüchtlinge überlebten. Flüchtlingsorganisationen erhoben Vorwürfe gegen die EU-Missionen im Mittelmeer, weil sie den Menschen nicht zu Hilfe gekommen seien.

(KNA)

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Mit Schwester Katharina durch die Osterzeit

Schwester Katharina Hartleib aus Olpe begleitet Sie mit spirituellen Impulsen durch die Fasten- und Osterzeit.

Das neue Bischofsquartett

Endlich: Die aktualisierte neue Auflage des Bestsellers ist da! Ab sofort ist das neue Bischofsquartett bestellbar.

Glockenkarte Kölner Dom

Verschicken Sie pünktlich zum Pfingsfest eine ganz besondere Grußkarte mit dem Geläut des Kölner Doms!

Team der Woche

Sie sind ein tolles Team? Sie tun etwas für andere Menschen? Dann werden Sie unser Team der Woche!

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 21.05.
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

  • "Die Welt besser zurücklassen": Pfadfinder bei der 72-Stunden-Aktion
  • Formel-1-Legende Niki Lauda gestorben
  • Die aktuelle Lage in Österreich
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff