Migranten in Mexiko überqueren eine Brücke Richtung US-Grenze
Migranten in Mexiko überqueren eine Brücke Richtung US-Grenze
Migranten an der Grenze zu den USA
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Migranten an US-Grenze
Migranten an US-Grenze

27.11.2018

Tijuanas Erzbischof fordert Investitionen in Mittelamerika Arme Heimat ohne Perspektive

Tausende Menschen sind unterwegs. Ihr Ziel: die USA. Für ein Leben mit Perspektive. Die Strapatzen ihres Weges müssten sie nicht auf sich nehmen, wenn in ihre Heimat investiert würde. Dazu ruft Erzbischof Moreno Barron auf.

Angesichts der rund 6.000 in Tijuana eingetroffenen mittelamerikanischen Migranten hat Erzbischof Francisco Moreno Barron die USA und Mexiko zu gemeinsamen Anstrengungen zum Wohle der Herkunftsländer aufgerufen. Man müsse dort investieren, damit die Menschen nicht länger gezwungen seien, ihre Heimatländer wegen Armut und Perspektivlosigkeit zu verlassen.

Ausländerfeindliche Demonstrationen, aber auch Übergriffe seitens der Migranten hätten für ein negatives Bild Tijuanas in der Welt gesorgt. "Das ist nicht gerecht, das ist nicht wirklich so. Tijuana hatte immer ein offenes Herz und offene Armen für Migranten", so Moreno Barron am Dienstag gegenüber der Tageszeitung "El Mexicano".

USA setzte Tränengas an Grenze ein

Am Wochenende hatten rund 500 Migranten nach einer zunächst friedlichen Demonstration versucht, die Grenze zu den USA zu stürmen. Sie zogen in Tijuana an die Grenzposten San Ysidro und El Chaparral. Die mexikanische Polizei versuchte vergeblich, sie zu stoppen.

Rund 50 Migranten kletterten auf einen Blechwall, der noch auf mexikanischem Gebiet vor der US-Grenzmauer steht. US-Sicherheitskräfte schossen Tränengas auf die mexikanische Seite. Die amerikanischen Behörden schlossen den Übergang für mehrere Stunden.

Mexiko nahm rund 100 Personen fest, die in ihre Heimat abgeschoben werden sollen. Der überwiegende Teil der Migranten stammt aus einer sogenannten Karawane aus Honduras, die Mitte Oktober in Richtung USA aufgebrochen war. Sie sind in einem Aufnahmelager in einem Sportkomplex in Tijuana in der Nähe der Grenze untergebracht.

Trump: "Geht nach Hause zurück"

US-Präsident Donald Trump verteidigte indes das harte Vorgehen der amerikanischen Sicherheitsbehörden. Man werde keinerlei Angriffe auf Grenzschutzbeamte dulden und auch keine Versuche tolerieren, Regierungseigentum zu zerstören, sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) bei einer Wahlkampfveranstaltung in Tupelo im US-Bundesstaat Mississippi. Frühere US-Regierungen hätten die Grenzen anderer Länder verteidigt, aber nicht die eigenen. Das sei nun anders. "Wir senden eine deutliche Botschaft an die Karawane und die Eindringlinge: Dreht um, geht nach Hause zurück."

(KNA, dpa)

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