Überfülltes Rettungsboot "Iuventa"
Archiv: Überfülltes Rettungsboot "Iuventa"

11.08.2018

Ex-"Iuventa"-Kapitän: Seenotrettung derzeit quasi außer Kraft "Die Menschen auf dem Mittelmeer sterben"

In der Diskussion um die private Seenotrettung von Flüchtlingen hat der frühere Kapitän des Rettungsschiffes "Iuventa", Benedikt Funke, der deutschen Politik vorgeworfen, ihre Verantwortung abzuschieben.

"Das Verrückte ist, dass es doch heute viel wichtigere Themen rund um die Flüchtlinge gibt, die schon im Land sind", sagte Funke dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" am Samstag. "Wie wäre es, wenn sich unser neu geschaffenes Heimatministerium mal mit Wohnungsbau befassen würde? Das würde allen helfen."

Funke trat Vorwürfen entgegen, die Seenotretter würden Flüchtlinge überhaupt erst dazu ermutigen, sich auf das Mittelmeer zu wagen. "Die Gleichung ist falsch", sagte er. "Derzeit ist die Seenotrettung quasi außer Kraft gesetzt. Trotzdem haben wir im Juni 2018 die höchste Opferzahl gehabt, die je in einem Monat gemessen wurde - und das obwohl die Abfahrtszahlen dramatisch gesunken sind." Fakt sei: "Die Menschen auf dem Mittelmeer sterben, wenn sie nicht gerettet werden."

Ermittlungen gegen mehr als 20 Helfer

Seit einem Jahr liegt das Rettungsschiff "Iuventa" des deutschen Vereins "Jugend rettet" im sizilianischen Hafen Trapani an der Kette. Die dortige Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen mehr als 20 Helfer aufgenommen. Ihnen wird Unterstützung illegaler Migration vorgeworfen. Ein Dokumentarfilm über das Engagement der "Iuventa", die nach Angaben von "Jugend rettet" rund 14.000 Flüchtlinge vor dem Ertrinken gerettet hat, läuft derzeit in ausgewählten Kinos und ist am Montag auf 3sat zu sehen.

Funke betonte, die Helfer der "Iuventa" hätten in keiner Weise mit Schleppern kooperiert. Er sprach von haltlosen Anschuldigungen. "In erster Linie sollen wir in die kriminelle Ecke gestellt werden." Gegen ihn selbst gebe es seines Wissens nach keine Ermittlungen. Mit einer Ausweitung von Grenzschutzmissionen der EU würde die Not der Flüchtlinge lediglich in den afrikanischen Kontinent verlagert, kritisierte er. "Sollte also die Zahl der Ertrunkenen zurückgehen, sollte niemand einem Trugschluss erliegen: Die Menschen verdursten dann eben in der Wüste."

 

(epd)

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